Mittwoch, 4. Februar 2015

Shared Stripes - Das neue Accessoire Set


Nach Weihnachten hatte ich etwas Zeit und Muße eine neue Idee auszuprobieren. Ich wollte Accessoires entwerfen, die so konstruiert sind, dass die die unterschiedliche Höhe bei gleicher Reihenzahl von glatt rechts und kraus rechts nutzen. Das Verhältnis der Höhen ist in der Regel 3:4 von glatt und kraus. Um die unterschiedlich strukturierten Flächen zu betonen, habe ich 2-reihige Streifen gestrickt. Die Trennung der beiden Fächern ist bei allen Teilen schräg oder eine Zackenlinie. 
Alle Teile sind aus Wollmeise Merino DK gestrickt, die eine Lauflänge von 428m/200g hat.

Als erstes Teil ist die Mütze entstanden. Die Mütze ist vorne höher als hinten, was den slouchy Style der Mütze unterstützt. Sie wird vom Bündchen nach oben zur Kopfmitte gestrickt und der Farbwechsel versteckt sich in der Trennlinie zwischen den beiden Flächen. Es gibt sie in zwei Größen.

Der Cowl ist in Hin- und Rückreihen gestrickt und hat I-Cord-Ränder an beiden Seiten. Hier bewirkt der krause Teil, dass der Cowl am Hals näher anliegt als um die Schultern. Den Cowl gibt es nur in einer Größe, aber er kann einfach enger oder weiter gestrickt werden, die Anleitung gibt entsprechende Tipps.

Die fingerlosen Mitts sind auch in Hin- und Rückreihen gestrickt. Sie liegen am kraus rechten Rand ums Handgelenk an und sind an der Handfläche so weit, dass hier die Maschen für den Daumen abgeteilt werden können, ohne dass ein extra Zwickel gestrickt werden muss. Die Handinnenfläche ist glatt, damit man besser greifen kann. Die Mitts gibt es in zwei Größen. Hier ist die Maschenprobe für eine gute Passform wichtig, im Zweifelsfall lieber etwas enger stricken, sie werden beim Tragen tendentiell weiter.

Es gibt alle Anleitungen einzeln bei Ravelry bzw. Loveknitting, aber es gibt Rabatt, wenn zwei oder drei Anleitung gekauft werden. Einfach die gewünschten Anleitungen in der Warenkorb packen, dann wird der Rabatt automatisch abgezogen. 

Ich habe zum Jahresbeginn auch eine Ravelrygruppe angelegt, in der neue Designs testgestrickt werden, Fragen zu meinen Anleitungen gestellt und fertige Projekte gezeigt werden können. Ich freue mich, Euch dort zu sehen :-)

Dienstag, 3. Februar 2015

Leichter Winterpulli


Ich wollte seit Längerem schon mal einen Pulli oder eine Jacke aus Brooklyn Tweed Loft stricken. Das 2-fädige Garn vom Targhee Columbia Schaf ist recht locker verzwirnt und hat bei einer Lauflänge von 275m/50g ein überraschendes Volumen und kann wie ein fingering Garn mit einer 3,5mm Nadel und einer Maschenprobe von 24 Maschen und 36 Reihen auf 10 x 10 cm verstrickt werden.

Die Qualität hat leider auch ihren Preis, aber ich habe im Dezember letzten Jahres den 15% Rabatt genutzt, den es beim Relaunch des Brooklyn Tweed Online Shops gab. Ich habe mir 6 Stränge in der Farbe Snowbound bestellt. Ich kenne kein vergleichbares Garn. Ich finde, vom Griff her fühlt es sich an wie eine Mischung von Donegal Tweed (ohne Noppen), Shetland Garn und Holst Coast.

Ich hatte zunächst etwas Probleme, die richtige Fadenspannung herauszubekommen. Ich stricke ja eher fest, aber das war mir dann doch zu fest. Dann habe ich es locker versucht, das war dann aber zu locker. Dann habe ich eine mittlere Fadenspannung ausprobiert und die war dann für mich OK. Damit habe ich auch die angegebene Maschenprobe erreicht. Das Garn flufft beim Waschen noch ziemlich auf und wird dadurch auch weicher.

Doch nun zum Modell: Natsumi ist ein quergestrickter Oversizepullover von Kazekobo aus Wool People Vol. 7 und für Loft designt. Der Pullover ist vorne 10 cm kürzer als hinten, aber das war mir vorne zu kurz, deshalb habe ich Vorher- und Rückteil je 5 Maschen länger gemacht und auch nur soviel Zu- bzw. Abnahmen gestrickt, dass 6 cm Unterschied zwischen vorne und hinten sind. Da ich noch genügend Garn hatte, habe ich lange Ärmel statt 3/4 Ärmel gestrickt, ist mir bei so einem warmen Pulli lieber.

Zum Glück habe ich mir die Anleitung noch vor der Preiserhöhung zum 1.1.15 gekauft.

Der Pulli hält wirklich richtig warm und wiegt dabei nur 300 Gramm. Es ist ein Klassiker, der Potential hat, ein Lieblingsteil zu werden.

Montag, 2. Februar 2015

Die Evolution der Häkelnadel


Ich häkele eher selten, da mir die meisten Dinge, die gehäkelt werden, nicht sonderlich gefallen. Und dann gibt es die, die aussehen, als wären sie gestrickt, die wären dann optisch eher meins, aber dann kann ich sie auch gleich stricken. Deshalb gibt es bei mir in Regel auch nur zwei oder drei Häkelprojekte im Jahr.

Im Laufe der Zeit haben sich aber eine stattliche Anzahl an Häkelnadeln angesammelt. Die ältesten sind noch von meiner Mutter, einfach gerade und aus Metall. Und aus meiner Schulzeit die guten Inoxnadeln mit den bunten Plastikgriffen, bei denen die verschiedenen Größen durch die unterschiedlichen Farben gut zu unterscheiden waren.

Als ich vor fast 10 Jahren nach langer Pause wieder angefangen hatte zu Stricken und Häkeln, habe ich dann erstmal mit vorhandenen Häkelnadeln gearbeitet. In den folgenden Jahren kamen dann die schönen bunten, aber leider geraden, Holznadeln von Knitpro auf den Markt, aber die waren mir zu unbequem. Vor ein paar Jahren brauchte ich dringend eine bestimmte Größe und konnte nur eine Nadel von Lana Gross bekommen, sehr ähnlich der Inoxnadeln aus den Achtzigern, aber alle Größen mit lila Griff.

Teurere, aber nicht bequemere Nadeln gibt es auch für Liebhaber schöner Hölzer von Holz + Stein. Meine persönlichen Lieblingshäkelnadeln sind die Soft Touch Nadeln von Clover, die liegen mir am besten in der Hand, und ich habe sie mittlerweile in mehreren Größen. Neulich hatte ich in einem Goodiebag eines größeren Stricktreffens eine futuristisch anmutende Häkelnadel von addi. Es mag ja Hände geben, denen die Ergonomie dieser Nadel zugute kommt, aber ich komme damit nicht zurecht. Ich halte die Häkelnadel relativ weit oben am Griff und dann passt sie leider nicht zu meiner Hand.

Da die Auswahl mittlerweile so groß ist, wird sicher jeder eine Form finden, die ihm angenehm ist.