Mittwoch, 21. Januar 2015

Die perfekte Verbindung von Stricken und Häkeln


Ein perfektes Tuch zum Einkuscheln, das ich zum ersten Mal im Herbst 2013 gesehen habe. Es gehört zu einem dänischen Booklet namens Nordiske Masker 3. Ich kenne und liebe bereits die beiden anderen Booklets, habe aber bisher noch Nichts draus gearbeitet. Bei diesem Tuch mit dem unspektakulären Namen Sjal 1 war es zwar Liebe auf den ersten Blick, aber ich habe mich gescheut, weil ich zwar mit entsprechenden Übersetzungslisten und Onlinewörterbüchern schon dänische Strickanleitungen nachgearbeitet habe, aber Häkeln und das noch in dänisch...

Als ich dann einige fertige Projekte auf Ravelry gesehen hatte, fand ich in einem Projekt einen Link zu dem Chart des gehäkelten Blütenmusters. Jetzt sollte es auch für mich machbar sein. Doch welches Garn nehmen? Die Anleitung nimmt 3 unterschiedliche Garne: Einen dünnen Wollfaden, einen noch dünneren Baumwollfaden und ein Mohairgarn. Ich bin kein großer Mohairfan, also habe ich eine Alternative gesucht... und zufällig im Oktober bei einem Wollevent, dem Urban Yarning in Oppenheim, am Stand von handgemacht aus Wiesbaden Bremont Camino Alpaca in einem schönen melierten Grünblaugrau gefunden. Das Garn besteht aus 60% Wolle, 20% Alpaca und 20% Nylon und hat eine Lauflänge von 200m/50g. Als dünnes Wollgarn habe ich von Ulstrupgarn Noble aus 95% Geelong Wolle und 5% Kashmir mit einer Lauflänge von 500m/50g gewählt und als drittes Garn noch Venne Gemerc. Katoen, also 100% Baumwolle, mit einer Lauflänge von 850m/50g. Die beiden letztgenannten Garne sind beigegräulich und geben mit dem Alpacagarn eine schöne Melange.

Das Tuch war mit 5mm Nadeln schnell gestrickt. Dann ging es weiter mit einer 5mm Häkelnadel und dem Blütenrand. Dank des Charts ging es damit auch schnell voran... bis mir das Alpacagarn ausging.  Doch ich hatte Glück und habe noch ein Knäuel aus der selben Partie nachbekommen.

Dann kam der für mich schwierigste Teil: Als Häkeldepp und mit mangelhaften Dänischkenntnissen hatte ich Probleme, zu verstehen, wie der gehäkelte Rand jetzt ans Tuch sollte. Eine Mail an die Designerinnen hat dann die nötige Hilfe gebracht, sie haben wir prompt Fotos und eine Skizze geschickt, womit ich auch das dann noch hinbekommen habe. Ein toller Service!

Und jetzt freue ich mich über ein riesiges kuscheliges Tuch. Es ist 2,50m breit und 0,80m tief geworden und wiegt 446g. Da wir ja noch Winter haben, kommt es auch gleich zum Einsatz.

Samstag, 17. Januar 2015

amirisu issue 6 mit einem Design von himawari knits

Copyright des unteren Fotos: amirisu.com

Gestern war es endlich soweit und ich kann es immer noch nicht glauben - ein Design von mir ist in der neuen Ausgabe issue 6 von amirisu veröffentlicht - Miibaru Beach 

Der Call for Submission war bereits im Juli letzten Jahres. Ich hatte schon länger eine Idee für einen Cowl mit Hebemaschen im Kopf und als ich das Moodboard mit den Strandimpressionen gesehen hatten, war die Farbwahl schnell gefallen. Ich habe eine Maschenprobe gestrickt, ein Foto davon gemacht und mit einer Skizze mit meiner Idee, der Beschreibung des Designs und einen Garnvorschlag per Mail nach Japan geschickt.

Als der Termin zur Benachrichtigung der ausgewählten Designer abgelaufen war, war ich nicht überrascht, nichts gehört zu haben. Doch zwei Tage später hatte ich morgens eine Mail von amirisu, dass sie meine Anleitung veröffentlichen wollen.

Nach der Unterschrift des Vertrages folgte das Sampleknitting für mich und das Schreiben der Anleitung. Im September habe ich dann das Sample nach Japan geschickt und es wurde Ende des Jahres fotografiert. Im Herbst fand dann auch noch das Techediting statt und ein paar liebe Freundinnen haben meine Anleitung testgestrickt.

Jetzt reist es noch mit einer sogenannten Trunkshop gemeinsam mit den anderen Samples durch einige Wollläden bis es wieder zu mir zurück kommt.