Donnerstag, 27. März 2014

Der Vorverkauf hat begonnen

Foto: wollfest-hamburg.de
Es findet zwar erst am ersten Septemberwochenende statt, aber gestern hat bereits der Vorverkauf für die Workshops und die Eintrittskarten für das Wollfest & 6. German Raveler Meeting in Hamburg begonnen.

Ich war bereits bei den ersten beiden Deutschen Raveler Treffen in Backnang 2009 und 2010, die mir sehr gut gefallen haben. Für mich war es spannend, Frauen, die ich bis dahin nur virtuell "kannte", persönlich kennen zu lernen, in einem Workshop etwas Neues zu lernen, etwas Geld an den Wollständen zu lassen und vor allem viel Zeit zum Schwätzen mit Gleichgesinnten über unser Hobby zu haben.

In den Folgejahren war ich nur noch 2012 in Bonn und das auch nur als Tagesausflug. Ja, es war nett, hatte aber nicht mehr den Charme des Neuen und man vergleicht natürlich auch.

Ich hatte eigentlich nicht geplant, dieses Jahr zum Treffen nach Hamburg zu fahren, aber als ich das Programm der Workshops und die Ausstellerliste gesehen habe, habe ich sofort meine Meinung revidiert. Wir fahren zu viert und haben uns für zwei Nächte eine stylische Ferienwohnung im Schanzenviertel reserviert und können dann zum Veranstaltungsort laufen.

Ich habe den Fair Isle Workshop bei Yarnissima gebucht und hoffe, dass ich dort wirklich lerne mit zwei Farben beidhändig zu stricken. Der Run auf die Tickets war enorm und da nur 15 Teilnehmer bei dem Fair Isle Workshop mitmachen können, war er innerhalb von 10 Minuten ausgebucht, Glück gehabt!

Dienstag, 25. März 2014

Ich habe jetzt auch einen


Die Anleitung für den BlueSand Cardigan von Rililie ist eingeschlagen wie eine Bombe. Erst im Januar veröffentlicht, gibt es auf Ravelry schon 291 Projekte.
Ich denke, die Schlichtheit gepaart mit den interessanten Details spricht Viele an. Und die Kombination von drei Farben lässt viel Raum für Individualität.

Bei mir war es reiner Zufall, denn ich habe mir das Garn nicht extra gekauft. Es ist Wollmeise DK in den Farben Junge Maus (hellgrau), Mont Blanc (helltürkisgrau) und Flaschenpost (petrol).
Die Junge Maus habe ich von Judith bekommen, weil ich ihr meine Grau-Gelbe Mützen-/Cowlkombination überlassen habe, weil sie ihr so gut gefallen hat, den Mont Blanc habe ich von Nina bekommen, weil sie meine blaue Cabletta Mütze bekommen hat, und die Flaschenposts hatte ich mir für einen Teststrick gekauft, der aber nicht wie geplant kam, weil der Designerin der eigene Entwurf nicht mehr gefallen hatte und sie ihn wieder geribbelt hat. 

Also war es Schicksal, dass sich diese Stränge nun glücklich zu meiner neuen Kuscheljacke gefügt haben.
Ich glaube, wenn ich mir eine Farbkombination hätte bewusst zusammenstellen müssen, hätte ich noch nicht mal angefangen.

Samstag, 22. März 2014

Erste Frühlingspost ist da


Gestern habe ich meine erste Frühlingspost aus dem Briefkasten fischen können. Die Karte kam von Steffi, aber sie hat sie für ihre Freundin Andrea, die Anfang des Jahres leider einen sehr schweren gesundheitlichen Schlag einstecken musste und diese Art Aktionen liebt, gestaltet und verschickt, und wir schicken unsere Karte an Andrea. Das finde ich eine gute Idee und wünsche Andrea alles nur erdenklich Gute. Und lieben Dank Steffi, für die fröhliche Karte mit dem schönen Gedicht, von Dir habe ich leider keine Blogadresse zum Verlinken.

Bisher habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, wie ich die Karten aufhängen werde, aber sie werden auf jeden Fall einen Platz im Arbeitszimmer über dem Schreibtisch an der Frühlingsgrünen Wand finden.

Freitag, 21. März 2014

Asymmetrische Streifen


Da wir aktuell ja wieder Malabrigo March haben, habe ich endlich den Samen von Stephen West aus seinem Ebook Dear Amsterdam zweifädig aus Malabrigo Lace gestrickt. 
Malabrigo Lace ist ein dünnes Merinodochtgarn mit 430m/50g, das sehr zum Verfilzen neigt, wenn man es einfädig verstrickt. In diesem Tuch wird es jedoch mit je einem Faden in zwei Farben zusammen verstrickt, daher rührt auch der Name der Anleitung: Samen = niederländisch für zusammen. 

Ich konnte mich lange nicht für Farben entscheiden, habe aber dann ein fertiges Exemplar gesehen, das mich sofort angesprochen hat, und 4 der 5 Farben auch verwendet und nur eine ausgetauscht und eine ähnliche genommen, weil ich sie nicht bekommen konnte.

Es sind nicht unbedingt meine Farben und während des Strickens habe ich auch an der Farbwahl gezweifelt, aber als mein Tuch fertig war, hat es mir wieder gefallen. Und der Griff ist sehr angenehm und weich, wieder ein neues Lieblingsteil!

Leider sind die Mengenangaben von Stephen in der Anleitung ca. 10% zu niedrig, bei einer Farbe sogar noch um ein Vielfaches mehr, so dass ich etwas schummeln musste, weil ich wegen 4 Gramm nicht noch einen zusätzlichen Strang kaufen wollte. Und das alles, obwohl ich die angegebene Nadelstärke und das angegebene Garn verwendet habe, doch relativ fest stricke und das Tuch auch nicht vergrößert habe.

Ich mag das Tuch so sehr, dass ich mir gleich Garn für ein zweites besorgt habe, diesmal in kräftigeren und kontrastierenderen Farben. Ob das eine gute Erntscheidung war, bezweifle ich inzwischen, aber ich werde es trotzdem zu Ende stricken und dann entscheiden, was mit ihm passiert.

Dienstag, 18. März 2014

Frühlingspost - Training: Woche 2


Das Blütenthema lässt mich noch nicht los. Gerade zu dieser Jahreszeit begeistern mich als japanafinem Menschen die Kirschblüten, Sakura. 

Das Schnitzen ging schon etwa besser, aber das Linolbesteck, das ich verwendet habe, ist ein Einsteigerset und für mein Gefühl etwas zu stumpf und zu grob. Ich habe mit einem Grafikcutter nachgearbeitet, aber das ist auch nur suboptimal. Das zeigt wieder mal, dass man, um gute Ergebnisse zu erzielen, auch gutes Werkzeug braucht, hier wie auch bei meinen anderen Hobbies Stricken und Ikebana.

Ich habe mich beim Stempeln dann mal mit Überlappungen und unterschiedlicher Farbsättigung versucht. Einen gleichmäßigen Stempelabdruck zu erhalten, war für mich schwieriger als gedacht.
Ich werde mir mal noch ein paar andere Stempelkissen besorgen und weiter ausprobieren.

Sonntag, 16. März 2014

Resteverwertung


Eigentlich bin ich ja ein Mützenhasser, aber Hannas Mützendesigns sind immer so schön, dass ich sie gerne teststricke und wenn ich Glück habe, schwatzt sie mir auch keine Freundin wieder ab.

Für das neueste Design, Wild Leaves Hat, habe ich den Rest Malabrigo Rastita von meinem Swirl verstrickt. Das Garn ist sehr weich, deshalb habe ich die Slouch Version gestrickt, die locker nach hinten fällt. Es gibt auch noch eine Beanie Version in der Anleitung.

Sicher würde man das schöne Muster in einem unifarbenen Garn besser sehen, aber der "Garn frisst Muster Effekt" hält sich meiner Meinung nach noch in Grenzen. Jetzt reicht es erst mal mit Mützen, der Winter ist ja auch langsam vorbei.

Donnerstag, 13. März 2014

Z wie Zed Scarf


Ich habe letztes Jahr in der Interweave Knits Accessories einen Schal gesehen, der mich sofort begeistert hat und mir deshalb das digitale Heft gekauft. Der Zed Scarf wird zweifarbig in krauss rechts in Form von einzelnen Rechtecken mit Abnahmen entlang der einen und Zunahmen entlang der anderen Diagonale gestrickt. Das jeweils nächste Rechteck wird an das vorangegangene angestrickt, also kein Zusammennähen erforderlich.

Allerdings sind bei jedem Rechteck 4 Fäden zu vernähen, nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung, aber was tut man nicht alles, um das Objekt seiner Begierde zu bekommen.
Bei der Garn- und Farbwahl habe ich dieses Mal ganz unkreativ das Garn des Designs bestellt.

Falls es noch mal kalt werden sollte in der nächsten Zeit, bin ich jedenfalls gewappnet.

Mittwoch, 12. März 2014

Der Cowl zur Mütze


Inzwischen gibt es zum Jollyoly Hat auch den passenden Cowl, wahlweise in langer, schmalerer Form, die man zweimal um den Hals wickeln kann und in einer kurzen, höheren Version. Wobei ich mich frage, ob alle Menschen Giraffenhälse haben.

Ich habe mangels Lauflänge, den kurzen Cowl in der schmalen Version gestrickt und der ist immer noch mehr als hoch genug.

Dienstag, 11. März 2014

Frühlingspost - Training: Woche 1


Am Wochenende haben wir die Infos zu unseren Gruppen und den Zeitplan bekommen. Ich bin in Gruppe 4 und kann noch ein wenig üben, denn ich bin in der Woche vor Ostern mit dem Versenden meiner Karten dran.

Ich war, nachdem ich mich angemeldet hatte, schon beim Künstlerbedarf meines Vertrauens und habe mich mit Werkzeug und Material eingedeckt. Ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich stempeln oder drucken will, also habe ich für beides Material und Fotokarton besorgt.

Begonnen habe ich gestern mit dem ersten Versuch, Stempel zu schnitzen. Das habe ich zuvor noch nicht gemacht und habe mich erst mal im Netz schlau gemacht, worauf man achten sollte. Meine Freundin Lena, die auch bei dieser Aktion mitmacht, hat mir dieses Video empfohlen. Ich finde es sehr anschaulich und gut erklärt und sieht eigentlich ganz einfach aus, aber zwischen Theorie und Praxis liegen doch manchmal Welten.

Ich habe mir ein einfaches Motiv mit Bleistift auf Transparentpapier vorgezeichnet und dann auf zwei unterschiedliche Carving Blocks übertragen, zunächst auf den sehr weichen weißen, bei dem ich Schwierigkeiten hatte, saubere Linien hinzubekommen, dann auf den weichen blauen, bei dem es schon etwas besser ging.

Aber es ist noch viel Luft nach oben.

Montag, 10. März 2014

Gebackener Blumenkohlsalat


Ich liebe Blumenkohl, in meiner Kindheit mit Bechamelsoße übergossen oder mit Schinken überbacken, später dann selbst zubereitet als Gemüsemischung mit asiatischen Zutaten und Gewürzen.

Letztes Jahr habe ich dann in einer Zeitschrift einen Blumenkohlsalatrezept gefunden, das uns begeisterte und in etwas abgewandelter Form der Liebling zum schnellen Abendessen und Buffetbeitrag bei Einladungen geworden ist.

Dazu einen Kopf Blumenkohl in kleine Röschen zerteilen, waschen und wieder gut abtrocken. Die Röschen mit 3-4 TL Olivenöl mischen, einen Bund Frühlingzwiebeln in feine Ringe schneiden und alles mit ein paar Lorbeerblättern auf einem Backblech verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad zwanzig Minuten garen. Herausnehmen, Lorbeerblätter entfernen und in eine Schüssel geben, mit weiteren 3-4 TL Olivenöl, 3 EL Apfelessig, 150g grüne Oliven ohne Stein mischen und mit Salz, Pfeffer und Baharat würzen und abschmecken. Zum Schluss 200g Schafkäse drüberbröckeln und ein paar Stängeln gehackter glatter Petersilie bestreuen.

Schmeckt lauwarm oder kalt, Guten Appetit!

Sonntag, 2. März 2014

Daffodils


Dieses Gedicht von William Wordsworth war das Lieblingsgedicht meiner Englischlehrerin und ich finde, es passt gut zu meinem Frühlingsikebana


Ich wandert’ einsam wie die Wolke,
die treibt dahin in ihrer Höhe,
als plötzlich ich vor einem Volke
von goldnen Osterglocken stehe:
Am See, dort wo die Bäume sind,
flattern und tanzen sie im Wind.

So endlos, wie die Sterne scheinen
und funkeln auf der Himmelsstraße,
erstrecken sich der Blumen Reihen
die Bucht entlang am Kiesgestade:
Zehntausend faßte da mein Blick,
Köpfe all wiegend wie verzückt.

Im Hintergrund der Wellen Tanz,
doch munterer der Blumen Reigen!
Vor Freude sprachlos war ich ganz,
in froher Runde durft’ ich schweigen:
Ich schaute, schaute, kaum bedachte
die Wohltat, die dies Schauspiel brachte:

Wenn ich mal liege auf der.Couch,
gestimmt, daß man den Tag vergißt,
sie blitzen auf vorm innern Aug’,
was des Alleinseins Segen ist:
Das Herz wird froh, es tanzt beschwingt,
von der Narzissenschar umringt.