Freitag, 28. Februar 2014

4.000.000 Raveller können nicht irren

Grafik: Ravelry

Die beliebte Strickcommunity hat sein 4 Millionstes Mitglied und aus diesem Anlass hat der Casey, der Gründer von Ravelry, einen tollen Beitrag mit vielen netten Statistiken und Bildern veröffentlicht, absolut lesenswert.

Aus dieser Statistik geht hervor, dass wir Deutschen mit 16 Mitgliedern pro 10.000 Einwohner auf Platz 14 stehen, aber da geht noch mehr, da bin ich sicher.

Ravelry ist zwar eine überwiegend englischsprachige Plattform, aber es gibt auch viele deutschprachige Forumsgruppen, für diejenigen, die des Englischen nicht ganz so mächtig sind.

Ich bin bereits seit der Betatestphase im Sommer 2007 bei Ravelry dabei und möchte keinen einzigen Tag missen, Ravelry hat meinen Strickhorizont um vieles erweitert und ich habe viele gute Freunde, sowohl virtuell als auch im wahren Leben, durch Ravelry gefunden, Danke Ravelry!

Der Lieblingsschal meiner Jugend


Als Lemming hatte ich in der Achtzigern natürlich auch ein Arafattuch, in schwarz-weiss und aus Baumwolle, gekauft auf dem Frankfurter Flohmarkt. Es war einige Zeit mein treuer Begleiter, nicht gerade zum Gefallen meiner Eltern.

Als ich dann letzten Herbst in einer Ausstellung beim Strikkefestival auf Fanø die gestrickte Umsetzung von Susie Haumann gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich das brauche.
Das dänische Anleitungsheft "Around", in dem auch noch andere tolle Schalanleitungen enthalten sind, und das Garn, Isager Alpaca 1, habe ich mir gleich vor Ort gekauft.

Im Januar habe ich dann angeschlagen, 575 Maschen, da das Tuch von außen nach innen gestrickt wird, und immer mit der Angst im Hintergrund, ich könnte mich bei der Anzahl der Maschen verzählt haben oder die Mittelmasche nicht richtig markiert zu haben, ging der erste gestreifte Teil dann recht zügig voran. Dann begann der erste Musterchart und ich war beruhigt, dass die Maschenzahl und -einteilung gepasst hat.

Zweifarbig stricken mit beiden Fäden auf der linken Hand kriege ich in Hinreihen mittlerweile hin, aber wie ich das am besten in Rückreihen machen sollte, habe ich noch nicht raus. Da habe ich den jeweiligen Faden immer aufgenommen und wieder abgelegt. Das hat sich bei den langen Reihen natürlich gezogen. Dann kamen zum Glück wieder einfarbige Streifen.

Aber dann waren erst mal andere Projekte dran, bis ich mich jetzt im Februar an den zweiten Chart gewagt habe und ihn in drei Abenden und einm Samstag fertig gestrickt habe. Ich kann es immer noch  nicht glauben, dass er nach anschließendem Umhäkeln und Anbringen von 3 Quasten fertig ist.
Und mein Dubai ist wirklich groß, 2,10m x 0,85m ohne Quasten.

Dienstag, 25. Februar 2014

Frühlingspost 2014: Druckmuster - Ich bin dabei


Neben Stricken und Ikebana bin auch noch anderweitig kreativ unterwegs, allerdings leider eher sporadisch als regelmäßig, denn auch mein Tag hat leider nur 24 Stunden.

Ich habe in der Vergangenheit, sprich zu Zeiten meines alten Blogs, bei ein paar Fotoaktionen mitgemacht und auch im Rahmen von Project Spectrum bei einem Postcardswap, bei dem in jedem Monat zu einer vorgegebenen Farbe eine Postkarte gestaltet werden sollte, mitgemacht.

Das hat mir jeweils viel Freude gemacht, deshalb habe ich mich jetzt bei Michaela Müller zur Aktion Frühling mail art 14 angemeldet, auf die mich meine liebe Freundin Andrea aufmerksam gemacht hat.

Der Frühling scheint ja dieses Jahr schon langsam zu beginnen.




Montag, 24. Februar 2014

Ein Traum von Weichheit


Ich bin jetzt nicht so der große Freund von Alpaka, ich mag zwar die Tierchen, aber das meiste Alpakagarn fusselt ziemlich. Ich habe jedoch sofort als ich Ankes neues Design, Diary, gesehen habe, sofort gewusst, die will ich auch haben. Ich habe einfach gefragt, ob ich sie teststricken darf und Anke hat mir gleich am nächsten Tag die Anleitung geschickt.

Sie hat ein weiches Garn wie Alpaka oder Mohair empfohlen. Da ich sowas nicht im Stash habe, habe ich mich auf die Suche nach einem passenden Garn gemacht. Ich hatte schon einiges von FairAlpaka gelesen, es aber noch nicht ausprobiert, aber hierfür schien es passend für eine Maschenprobe von 20 Maschen auf 10cm.  Leider gab es die DK Stärke nicht im von mir gewünschten Hellgrau, also habe ich die Fingering Variante bestellt und sie doppelfädig verstrickt.

Dieses reine Babyalpaka ist unglaublich zart und fusselt erstaunlich wenig, verglichen mit anderen Alpakagarnen, die ich schon verstrickt habe.

Die Anleitung von Anke ist ausführlich und klar geschrieben, die Tabellenform ist vielleicht etwas ungewöhnlich, wird aber mittlerweile von einigen Designerinnen verwendet.

Die Passform finde ich für meinen Körperbau perfekt, ich musste mich allerdings blind drauf verlassen, da mir diese Schulterform noch nicht so geläufig ist. Und man muss verkürzte Reihen mögen, denn durch diese ist der komplette Kragen und die Blende virtuos geformt, ich bin echt begeistert.

Es gibt eine kurze und eine lange Variante, ich habe die kurze gestrickt und habe gut 600 Gramm verbraucht. Meine Diary habe ich in den letzten Tagen schon mehrfach getragen und bin total happy mit ihr.

Sonntag, 16. Februar 2014

Thunder Change? Thunder Change!


Melanie hat mich gefragt, ob ich ihre erste eigene Anleitung teststricken wollte. Und ich wollte, hatte ich doch ein passendes Garn dafür im Stash, das ich unbedingt mal ausprobieren wollte.

Das Garn, Welthase Sport, ist ein reines Merinogarn mit 300 Meter Lauflänge auf 100 Gramm und ich hatte mir 2 Stränge in der Farbe Thunder, ein interessantes Salbeigrün, bestellt. Das Garn ist ungewohnt elastisch beim Stricken, Muster kommen sehr gut raus, wird, wenn es nass ist, recht weich und fast schon labberig, aber wenn es wieder trocken ist, ist es wieder genau so, wie vor dem Waschen.

Die Anleitung, die ich testgestrickt habe, ist Changes, ein dreieckiges Tuch mit einer interessanten "Mittelgräte", glatt rechts mit Linksrippen und einer kleinen Lacekante. Ich habe einen Mustersatz hinzugefügt, da ich das Garn möglichst komplett verstricken wollte und habe die "Mittelgräte" auch durch das Lacemuster durchlaufen lassen.

Die Anleitung ist ein schönes mindless Projekt und gut für Anfänger geeignet. Ich finde, es sieht mit einem nur ganz leicht varigated Garn am schönsten, bei unruhigeren Farben geht das Muster sonst unter.

Montag, 10. Februar 2014

Lieblingsteil


Meine erste Strickjacke in diesem Jahr ist fertig und ich mag sie gar nicht mehr ausziehen, so wohl fühle ich mich in ihr. Penelope stand schon so lange auf meiner Liste und ich wollte sie auch unbedingt in einem Naturton haben, da ich der Meinung bin, dass das am besten zum Design passt.

Cascade 220 gibt es in über hundert verschiedenen Farben, aber ich wollte unbedingt Fog Hatt haben und das war wirklich ein Problem, da in Deutschland überall ausverkauft und zur Zeit auch beim Hersteller nicht nachbestellbar. Aber ich habe sie dann doch noch in einem US Onlineshop bekommen und sie ist auch genauso, wie ich sie mir vorgestellt hatte.

Das Garn lässt sich toll verstricken, die Zöpfe kommen gut raus und es ist weicher als es aussieht. Meine ganze Jacke wiegt 700g, das finde ich bei der Länge jetzt nicht zu viel.

Alle Details wieder auf meiner Ravelry Projektseite, ich habe wirklich nur mehr Armlochabnahmen gemacht, damit die Schultern nicht überhängen und die Armkugel etwas angepasst, ehrlich!

Sonntag, 9. Februar 2014

Ende - neu


Manchmal stellt man fest, dass ein Projekt, für das man sich zunächst begeistert hat, das passende Garn ausgewählt und die Anleitung gekauft hat und dann auch angeschlagen hat, bei näherer Betrachtung doch nicht das Richtig für einen ist.

So ist es mir jüngst sowohl mit dem Ysolda Teague Mystery Shawl Follow your arrow als auch dem Viajante von Martina Behm ergangen. Erst ist da bei mir zunächst die Phase, in der sich erste Zweifel breit machen und ich mir versuche das Ganze schön zu reden. Dann folgt die Phase, in der ich das Strickzeug beiseite lege und hoffe, dass es vielleicht doch noch was wird. Und abschließend siegt die Vernunft und ich ribbel dann doch.

Beim Ysolda Tuch hat mir die Form, oben nicht breit genug, aber dafür zu tief, und die Textur, zuviel Lace, nicht für mich gefallen. Beim Viajante war es der enge und schmale Beginn, der etwas von einem Rollkragen hat und ich das nicht am Hals haben mag.

Irgendwann werde ich für die schönen Garne eine geeignetere Verwendung finden.

Bei welchen Projekten ist es Euch ähnlich ergangen? Oder kennt ihr sowas gar nicht?