Samstag, 30. November 2013

Ho ho ho


Langsam wird es Zeit für die Adventsdeko und an die Weihnachtsgeschenke zu denken. Ich habe eher zufällig die Anleitung für Duggy the Fir Tree gefunden und mich sofort in ihn verliebt.

Da ich keine dicke Wolle in den passenden Farben hatte, habe ich einfach Sockengarn doppelt genommen und dieses Mal habe ich auch darauf geachtet, dünnere Nadeln zu nehmen, damit das Maschenbild schön dicht ist und das auch noch, wenn er ausgestopft ist.

Die Augen und die beiden Mützen sind am Anfang etwas fummelig, aber sind ja schnell gestrickt. insgesamt kann man Duggy an einem Abend oder am Wochenende stricken, klappt also noch für diese Saison. Mein Duggy ist 13cm hoch und steht jetzt bei uns im Wohnzimmer.

Für diejenigen, die lieber häkeln, es gibt ihn auch in der Häkelversion.

Donnerstag, 28. November 2013

Tänzchen gefällig?


Die Anleitungen von Anne Lernout haben immer interessante Konstruktionen, auch ein Grund, warum ich ihre Anleitungen gerne teststricke. Der letzte Teststrick war eine dreifarbige Stola, pasOdoble, krauss rechts mit verkürzten Reihen und an beiden Seiten Spiralen. Es gibt auch eine Version, die nur an einer Seite eine Spirale hat und am anderen Ende fächerförmig ausläuft, pasOsolo.

Gleich für welchen der beiden man sich entscheidet, sie sind definitiv Hingucker. Die Anleitungen von Anne sind sehr sorgfältig geschrieben, alle benötigten Techniken sind erklärt und es gibt farbige Zeichnungen, die dies unterstützen. Ich würde mir auch von anderen Designern so gut ausgearbeitete Anleitungen wünschen.

Meinen pasOdoble habe ich aus DROPS Alpaca gestrickt, das ich noch im Stash hatte, und er ist 1,80 Meter lang und 40 Zentimeter tief geworden. Er lässt sich schön drapieren, aber auch mal einfach um den Hals wickeln, wenns schnell gehen soll und er einfach nur warm halten soll.

Dienstag, 26. November 2013

Federleicht


Im Frankfurter Ostpark leben am Rande des Weihers unter anderem auch verschiedene Arten von Wildgänsen. Selbige verlieren im Frühjahr Teile ihres Federkleides, das sich dann über die Rasenflächen verteilt. Also wurden die Federn kurzerhand aufgesammelt und letzte Woche im Ikebana-Atelier-Kurs Thema für ein freies Arrangement. Ich habe meinen Teilnehmerinnen bereits vor ein paar Wochen je 5 Federn mitgebracht und sie hatte inzwischen Zeit, sich mit dem Material und der Aufgabenstellung zu beschäftigen.

Auch ich habe mir natürlich Gedanken gemacht, wie ich das Thema umsetzen will. Mir war vor allem die Leichtigkeit wichtig, die Verwendung von organischen Materialien und auch die Jahreszeit. Außerdem wollte ich keine zusätzlichen Hilfsmittel zur Befestigung verwenden.

Basis meines Arrangements ist ein Buchenholzwürfel, in den ich 4 Kupferrundstäbe gesteckt habe. Auf und zwischen diese habe ich dann die Gänsefedern und die orangen Kelchblätter der Lampionblume geklemmt und gesteckt habe. Es hält von selbst, ist allerdings etwas empfindlich, wenn man dagegen kommt.

Auch die Teilnehmer meines Kurses waren sehr kreativ und haben ganz unterschiedliche Arrangements gestaltet, die dem vorgegebenen Thema gerecht wurden. Ich bin jedesmal begeistert, was wieder für tolle Arrangements entstehen. Manche Teilnehmerinnen hadern zunächst mit dem gestellten Thema, sind dann aber am Ende doch begeistert davon.



Montag, 25. November 2013

Frau Müllers Käsekuchen


Ich liebe Käsekuchen, aber dort scheint Glanz und Elend nahe beieinander zu liegen. Es gibt welche, die sind zum Niederknien und andere taugen höchstens als Bauschaum.

Mein Lieblingsrezept hat meine Mutter von Frau Müller aus dem Tennisclub bekommen und begleitet mich seit meiner Kindheit bis heute. Mein Mann hat mich, nachdem er mich schon ein paar Jahre kannte, gefragt, ob ich auch noch was anderes backen könne, als diesen einen Käsekuchen.

Doch letztes Wochenende, an seinem Geburtstag, durfte ich ihn mal wieder backen. Hier also das Rezept:

250g Butter, 250g Zucker und 4 Eier schaumig rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Von dieser Masse 3 EL abnehmen und mit 100g Mehl zu einem glatten Teig verkneten. Den Boden einer gefetteten Springform mit 26cm Durchmesser damit auskleiden und mit einer Gabel mehrfach einstechen, damit er sich beim Backen nicht wellt. Zu der restlichen Masse 1kg Magerquark geben und gut verrühren. Zum Schluss ein Päckchen Käsekuchenhilfe zügig darunterziehen. Die fertige Masse auf den Boden geben und im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen auf der zweiten Schiene von unten ca. 1 Stunde backen.

Den Kuchen kann man gut einen Tag vorher backen und im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.

Freitag, 22. November 2013

Luxusteilchen


Geht es Euch auch manchmal so, ihr seht auf Ravelry ein tolles Projekt und schaut Euch dann die Anleitung und das Projekt des Designers an und stellt fest, dass ihr das nie im Erwägung gezogen hättet, wenn ihr das tolle Projekt einer anderen Strickerin nicht gesehen hättet?

Genauso ging es mir mit Les Sillons von Polo Silvie. Auf dem Hauptfoto auf der Patternseite sieht man ein unscheinbares Tuch, das so um den Hals gewickelt ist, dass man die Form, die Größe und die   interessante Textur nicht erahnen kann. Diese Version hat mich allerdings sofort angesprochen und ich bin dann mal in die Tiefen meines Stashs getaucht und habe zwei zu Unrecht verstaubte Schätzchen ans Tageslicht befördert.

Das graue Garn ist ein handgefärbtes reines Cashmeregarn mit 560 Metern pro 75g Strang von The Knitting Goddess und das tiefrote und in sich melierte Garn ist eine Mischung aus 50% Nerz, 30% Milchprotein und 20% Baby Merino mit 329 Metern pro 50g Knäuel von MinkYarn, das mich damals neugierig gemacht hatte und vom dem ich zwei Knäuel hatte.

Beide Mengen einzeln hätten nur für je ein kleines Tuch gereicht, aber zusammen waren sie sowohl von der Farbe, der Stärke und des "Griffs" perfekt. Dass ich da nicht schon eher drauf gekommen bin...

Mein Les Sillons hat eine Spannweite von 2 Metern und eine Tiefe von 85cm, also perfekt um ihn je nach Lust und Laune entweder dekorativ locker um die Schultern zu legen oder sich zum Warmhalten  eng um den Hals zu wickeln.


Mittwoch, 20. November 2013

Ja, ist denn heut' schon Weihnachten?


Alljährlich wiederholt sich dasselbe Ritual: Auf dem Römerberg wird der höchste freistehende Weihnachtsbaum Deutschlands aufgestellt und bald darauf gibt es in Frankfurt rund 700 000 selbsternannte einheimische Christbaumnörgler, die den Nadelbaum kritisch beäugen und entsprechend kommentieren. Mal ist er zu schief, mal trotz aller nachträglich eingefügten Äste - meist um die 150 Stück - zu licht. Der Baum sollte zudem freistehend, also als Solitär, gewachsen sein, das garantiert ein gleichmäßigeres Geäst und man muss auch keine Schneise der Verwüstung im Wald schlagen, um an den einen Baum zu gelangen.

Rings um Frankfurt ist kein solcher Baum mehr zu finden, also ging es dieses Jahr in das idyllische österreichische Örtchen Lorüns. Dazu muss man wissen, dass der Ort, der den rund 1000 Euro teuren Baum stellt, auch für das Fällen und den Transport nach Frankfurt zuständig ist, was noch mal Kosten von rund 15 000 Euro mit sich bringt. Im Gegenzug darf dieser nun an einem Stand am Frankfurter Weihnachtsmarkt für sich werben. Die Stadt Frankfurt organisiert auf eigene Kosten mit der Feuerwehr das Aufrichten des Baumes am Römerberg. 

Die 105 Jahre alte, 31,2 Meter hohe, 6 Tonnen schwere, aber mit seiner Stammtaille von 70 Zentimetern fast etwas schlanke Fichte wurde bereits gefällt, für den Transport vorsichtig zusammengeschnürt bis zu einem Durchmesser von drei Metern, auf einen Tieflader gepackt und nach Frankfurt transportiert. Am 6. November wurde sie dann aufgestellt. Nachdem die Äste sich ausgehängt haben und 5000 bis 6000 energiesparende Birnchen und mehrere hundert Schleifen und Glocken, sowie die 150 vom Baumkosmetiker eingepflockten Äste angebracht waren, ist sie nun fertig und erwartet den 27. November, der Tag, an dem der Weihnachtsmarkt eröffnet wird.

Noch sieht sie bei grauen Novemberhimmel etwas fehl am Platz aus, aber spätestens, wenn die Stände drum herum aufgebaut sind und sie bei Dunkelheit erleuchtet ist, kommt langsam Adventsstimmung auf.

Montag, 18. November 2013

Keine alten Zöpfe


Das im Mai veröffentlichte Pattern Dunes von Rose Beck stand schon länger auf meiner Liste der Dinge, die ich diesen Herbst unbedingt noch stricken wollte, mangelte es mir aber am passenden Garn.
Am Linstowwochenende habe ich dann Marions Dunes live sehen können und mir dann bei Yarn over Berlin 3 Stränge Madelinetosh Vintage in der Farbe Sugarplum gekauft.

Die, die mich kennen, werden etwas erstaunt über meine Farbwahl sein, denn das ist so gar nicht meine Beuteschema, aber die Farbe passt prima zu Grau, Dunkelrot, Schwarz, Marine und Dunkelbraun, also eine perfekte Ergänzung.

Durch das dicke Garn und 6mm Nadeln war mein Tuch schnell gestrickt und wärmt meinen Hals, was ich aktuell in der Grippezeit gut gebrauchen kann.

Sonntag, 10. November 2013

Nummer zwei


Bei den vorangegangenen Linstowbesuchen haben wir uns je ein Projekt ausgesucht, das wir dort angeschlagen und, wenn möglich, auch dort beendet haben. Klar kommen dafür nur kleinere Projekte in Frage. Tücher sind prima, aber nur solche, bei denen man sich während des Strickens auch noch unterhalten kann und nicht die Gefahr besteht, Fehler zu machen.

Dieses Mal konnten wir uns nicht wirklich einigen, aber Marion und ich haben uns für Hoek von Stephen West entschieden. Ich hatte mir bei Posh Yarn 3 Stränge Marianne DK in der Farbe In the wild woods bestellt. Weil ich meinen Vampyre ein gutes Stück ribbeln musste, war ich zum geplanten  Startzeitpunkt am Freitag um 11Uhr noch nicht fertig. Ich habe aber noch Aufschub bis zur Fertigstellung bekommen.

Marion hat in der Zeit an ihrem Batad, einem Cowl mit verkürzten Reihen und farblich abgestzten Biesen, auch von Stephen West, gestrickt. Am Nachmittag war es dann soweit: Wir haben zu zweit Hoek angeschlagen. Leider hat Marion am Samstag beschlossen, dass sie ihren Batad erst fertig stricken will, also habe ich ab dann alleine weiter gestrickt.

Am Sonntag ist mein Hoek dann während der langen Zugfahrt 50 Minuten vor Frankfurt fertig geworden.
Anfangs war ich etwas skeptisch, ob das Garn nicht zu dunkel ist, aber jetzt da er fertig ist, sieht man das Farbspiel sehr schön und bin zufrieden.

Da er nicht dreieckig ist, sondern durch die 3 Zipfel länger wird, rutscht er nicht so leicht vom Hals, sondern kuschelt sich gut an.

Mittwoch, 6. November 2013

Dänische Pompons - jetzt auf deutsch

Für die Häkelfans unter uns gibt es jetzt die Anleitung für den Hæklet Pomponrør jetzt auch auf deutsch als pdf für DKK 30 zum direkten Download.

Also nix wie das passende Garn suchen und ran an den Häkelhaken, dann kann er schnell den Hals wärmen.

Montag, 4. November 2013

Entschleunigung

Obere Fotos: Marianne Lenke, unteres Foto: himawari
In den letzten 5 Tagen war ich wieder zum Stricken, Quatschen, Spaßhaben und Abschalten im Gutshaus Linstow. Für mich war es schon das dritte Mal, Kiki war zum ersten Mal dabei.
Es war wieder schön, liebe Freundinnen aus anderen Teilen der Republik zu treffen und neue Freundinnen kennenzulernen. Eine kam sogar aus Salzburg eingeflogen.

Jeder, der einmal dabei war, kann sich dem nicht mehr widersetzen und kommt mit Freuden wieder.

Ich hatte tolle Gespräche, habe viel, nein, sehr viel gestrickt und neue Wolle gekauft. Auch die Liste der Projekte, die ich unbedingt stricken muss, ist länger geworden.

Es sind aber auch potentielle Projekte von der Liste geflogen. Einige konnte ich nämlich mal live begutachten und anprobieren und habe dann entschieden, dass sie nichts für mich sind, weil der Schnitt oder Stil nicht zu mir passen.


Gestrickt habe ich zunächst den Vampyre, passend zu Halloween, war aber Zufall. Als Garn habe ich zum ersten Mal Garn vom WOLLkenSchaf verstrickt und zwar Merino Mix DK in der Farbe Ziegelstein. Fühlt sich toll an und die Farbe ist wirklich brilliant, aber da das Garn nicht ganz durchgefärbt ist, hat es trotzdem den schönen handgefärbten Charakter und wirkt lebendig.


Dabei habe ich zum ersten Mal selbst erfahren, wie sich das Garngewicht durch den Feuchtigkeitsgehalt im Garn verändert. Als ich die drei Stränge ausgepackt hatte, haben sie zusammen 321 Gramm gewogen und ich habe mich über die vermeintlich mehr Meter gefreut. Damit hätten die vorhandenen Meter für die Anleitung ausgereicht. 


Das Tuch wird ja quer gestrickt und vor dem mittleren, recht breiten Segment hatte ich nur noch 6 Gramm, das hätte nie und nimmer gereicht, um das Tuch gegengleich zu beenden. Also half es leider nur, noch mal 90 Gramm wieder aufzuziehen und kleinere Segmente zu stricken.  Zum Schluss hatte ich dann 5 Gramm übrig und das Tuch wiegt genau 300 Gramm. Das bedeutet, dass beim ersten Wiegen 16 Gramm Wasser drin waren, was gut nachvollziehbar ist, da das Garn noch schnell für mich gefärbt wurde.


Was lernen wir daraus? Garn nicht zu knapp kaufen :)