Freitag, 25. Oktober 2013

Beim nächsten Mal wird alles besser


Nachdem ich beim ersten Versuch die 3 wunderschönen Stränge Wollmeise Pure vom letzten Summersale zu verstricken nicht zufrieden war und sie kurzerhand wieder geribbelt habe, ihr erinnert Euch an diesen Blogeintrag, habe ich jetzt das passende Projekt gefunden: Laelia von Hanna Maciejewska.

Ich durfte wieder für sie teststricken und bin begeistert von der schönen Jacke. Die Konstruktion ist die gleiche wie bei Ink, diesmal mit einem Lochmuster statt Zöpfen. Begonnen wird mit einem provisorischen Anschlag für den Kragen, der dann zunächst in die eine und dann in die andere Richtung gestrickt wird und dann daraus Maschen für den Rücken aufgenommen werden und ab dann als Raglan in einem Stück nach unten gestrickt werden.

Nach der Abteilung der Maschen für die Ärmel kommen nach und nach weitere Mustersätze des Lochmusters dazu, die sich im Rücken, je nach Größe, mehr oder weniger nahe kommen und der Zwischenraum wird mit vertikalen Lochmusterstreifen gefüllt.

Auch die Ärmelabschlüsse bekommen passende Lochmusterelemente. Es hat viel Spaß gemacht, meine Jacke zu stricken und es ist nie langweilig geworden.

Aktuell bin ich bei einem weiteren Teststrick für Hanna. Eine weitere Strickjacke mit einem hübschen Lacemotiv auf dem Rücken. Lasst Euch im November überraschen, wenn die Anleitung raus kommt.

Montag, 21. Oktober 2013

Dänische Pompons


Nicht nur ich habe beim Strikkefestival in Fanø beim Stand von strikkebogen.dk zugeschlagen, sondern auch Kiki und Nina. Sie haben sich das Kit für Hæklet Pomponrør gekauft, Kiki in Brændtkarry und Nina in Magenta. Kiki hat auch gleich angefangen und hat ihren Cowl auch schon bis zur Heimkehr fertiggehäkelt.

Ich habe ja nicht so die große Erfahrung im Häkeln, aber ich habe mich auch dran getraut, nachdem mir Kiki ihre Anleitung vererbt hat und gezeigt hat, wie es denn geht.
Ich hatte noch passendes Garn im Stash und habe mich auch gleich dran gemacht. Und es hat riesig Spaß gemacht und ging wirklich schnell.

Am Anfang war ich doch sehr irriert, dass mein Cowl trotz vergleichbarer Garnstärke und verhäkelten Metern um einiges kürzer war als ihrer, aber meiner war auch um einiges plastischer.
Nach einem ausgiebigen Bad hat sich das aber gegeben und mein Cowl ist freiwillig 30cm länger geworden und passt jetzt auch zweimal um den Hals ohne Erstickungsanfälle auszulösen.

Noch ist er zu warm, aber wenns richtig kalt wird, bin ich froh ihn zu haben.

Samstag, 19. Oktober 2013

Fertig geswirlt


Es freut mich, dass ich einige von Euch durch meinen Blogeintrag animieren konnte, auch über einen Swirl nachzudenken. Ich konnte meinen am Freitag zum ersten Mal ausführen. Ich hatte ihn ja im September nur schnell angeschlagen und dann eingepackt und nach Fanø mitgenommen. Und konnte dort abends oder eher nachts kaum aufhören daran zu stricken. Soviel Spass hat mir das Stricken daran gemacht.

Ich bin dann auch schon mittwochs fertig gewesen, aber hatte dummerweise keine Stecknadeln zum Spannen eingepackt, ich Trottel. Aber als im sonntags wieder zuhause war, habe ich ihn dann gleich gewaschen und gespannt. Leider ließ sich der von mir zu eng abgekettete innere Rand nicht wesentlich länger spannen. Hätte ich doch lieber geribbelt, als ich es bei der Zwischenanprobe zur Kontrolle der Ärmellänge gemerkt hatte.

Etwas gefrustet lag er dann fast zwei Wochen bis ich mich aufraffen konnte, ihn endlich zusammenzunähen. Ich kann mit dem Ergebnis leben, aber perfekt ist er leider nicht.

Noch ein Tipp für Swirlstrickerinnen: Achtet bei Modellen aus 2 unterschiedlichen Garnen drauf, wo die Runde anfängt und der Fadenwechsel stattfindet. Bei den meisten Modellen ist das nämlich an der linken Schulter und das kann man vermeiden, wenn man vor Beginn der inneren Öffnung des Kreises/Ovals noch eine halbe Runde strickt, denn das sieht sonst nicht schön aus.

Mein Swirl ist ein echtes Leichtgewicht, nur 421 Gramm, aber ist kuschelig warm, perfekt für einen nasskalten Herbst.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Mit der App auf die Buchmesse

Zur Zeit ist wieder Buchmesse in Frankfurt und ich war gestern dort. Ich gehe schon seit meiner Schulzeit gerne dorthin und informiere mich, was es Neues gibt.

Für einige Bereiche nutze ich inzwischen auch ebooks, aber für andere will ich einfach nicht auf gedruckte Bücher verzichten.

Dieses Jahr habe ich mich mit der Buchmesse Frankfurt App vorbereitet und muss sagen, das ist eine tolle  Sache. Ich habe dort die für mich interessanten Verlage markiert, kann in der App zu jedem Verlag Notizen machen und mir auf dem Hallenplan anzeigen lassen, wo sich die Stände befinden. 
Ausserdem sind dort alle relevanten allgemeinen Infos zu finden und Termine für Veranstaltungen.

Mich haben vor allem Kochbücher, Reiseführer, Bücher über Design und allgemein über alle Varianten des Selbermachens interessiert. Der Wunschzettel für Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke hat sich gefüllt, auch auf die Gefahr hin, dass die Familie stöhnt, dass ich mir wieder Bücher wünsche.



100% dänisch

Wie ich in meinem letzten Post bereits geschrieben habe, sind mir beim Strikkefestival zwei Stände mit ihren Garnen und Designs besonders aufgefallen.

Der eine ist Englegarn aus Gentofte, in der Nähe von Kopenhagen. Dort habe ich eine quadratische Decke mit einem Stern in drei Grautönen gesehen und mich sofort in sie verguckt. Es ist ein traditionelles Muster, aber weil es nur ein großer Stern ist, trotzdem modern.

Und das Garn, Englegarn Merino, ist einfach ein Traum. Es hat 175 Meter auf 50 Gramm, erscheint aber um einiges dicker. Die empfohlene Nadelstärke ist 3,5 bis 4,5 mm, bei einer Maschenprobe von 20 Maschen und 31 Reihen aud 10cm x10cm. Das Garn ist superweich und enthält noch Lanolin. Gesponnen wird es nach Aussage des Herstellers in der ältesten Spinnerei Dänemarks.

Das Kit enthält 9 Stränge á 50 Gramm und die Decke ist 1m x 1m groß, also perfekt, um sie sich an kühlen Abenden auf den Schoß zu legen. Leider ist einiges an Näharbeit erforderlich, da die Rauten alle einzeln gestrickt werden. Damit ist es aber auch ein gutes Mitnahmeprojekt.

Das Design ist erst zwei Tage vor dem Strikkefestival fertig geworden und deshalb auch noch nicht auf der Homepage. Die Anleitung ist dänisch, aber mir wurde versprochen, dass ich die englische Übersetzung und noch eine Beschreibung bekomme, wie die Einzelteile am besten zusammengenäht werden.

Die zweite Entdeckung ist strikkebogen.dk aus Randers in Jytland. Die Firma der Strickdesignerin Trine Bertelsen bietet drei eigene Garnqualitäten an: Eine Pimabaumwolle, eine Lammwolle und eine Wolle in Superwaschqualität namens Yaku 4/16 mit 200 Metern auf 50 Gramm. Genau dieses hat es mir angetan, da es auch superweich ist und vom Griff nichts mit Superwaschgarnen bekannter deutscher Industriegarne gemein hat.

Ich habe mir ein Kit für ein großes dreieckiges Lochmustertuch aus 5 Knäuel Yaku 4/16 in einem wunderschönen Blutorangeton ausgesucht, das zum Schluss einen kleinen Häkelrand bekommt, durch den ein schmales Satinband durchgezogen werden soll/kann.

Ich werde also diesen oder nächsten Monat mal meine neuen Schätzchen anstricken und berichten.


Dienstag, 8. Oktober 2013

Fanø Strikkefestival



Jetzt bin ich schon wieder seit einer guten Woche zurück und habe noch nichts darüber geschrieben oder gezeigt, aber das hole ich gerne nach.

Das Festival erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Besuchern und Ausstellern. Dieses Jahr fand es zum vierten Mal statt und ich war zum dritten Mal dort. Ab nächstem Jahr soll es dann jährlich stattfinden. Es gab erstmalig einen dritten Ort mit Verkaufsständen und am Samstag, dem publikumsstärksten Tag, gab Schlangen mit Wartenzeiten vor den jeweiligen Lokationen.

Was mir vor allem gefällt, ist, dass die Stände zumeist dänische Garne anbieten, auf die man in Deutschland sonst nicht unbedingt aufmerksam wird. Klar gibt es auch Shetlandwolle und Norogarne und schon seit Jahren die Garne von Karen Noe und Isager, aber es ist eine gute Mischung.

Neu für mich waren Englegarn und strikkebogen.dk. Beide bieten Kits mit eigenen Anleitungen und ihren Garne an, ich konnte nicht widerstehen und habe mir 2 Kits gekauft, doch dazu morgen mehr.

Interessant war auch die Ausstellung der Designs aus Annette Danielsens neuem Buch Østen for solen und die Designs von Susie Haumann, einmal Schals in einem Booklet Around und zum anderen Oberteile in Grey Days. Die Designerin war mir bisher noch nicht bekannt, aber mir hat fast alles von ihren Entwürfen gut gefallen. Beide Designerinnen verwenden Isager Garne und es gibt die Bücher zunächst nur auf dänisch, aber man wächst schliesslich an seinen Herausforderungen ;-)

Bei den Verkaufsstände war für jeden Geschmack etwas dabei und wir 6 Mädels haben im Schnitt jede knapp 1,5kg Garn exportiert. Also nur das Nötigste...


Donnerstag, 3. Oktober 2013

Das Beste, das ein Apfel werden kann

Das hat angeblich mal die Frankfurter Volksschauspielerin Liesl Christ über das Hessische Nationalgetränk, den Apfelwein, gesagt.

Mittlerweile hat sich eine Frankfurter Großkelterei diesen Slogan zu eigen gemacht. Aber nicht nur in Frankfurt und Umgebung wird Apfelwein produziert. Bei unserem Besuch in Hamburg haben wir einen Cider im Supermarkt gefunden, der uns neugierig gemacht hat:

Er nennt sich elbler [flut], hat 5,0% vol. und kommt in einer 0,33l Einwegflasche daher.

Der Erzeuger schreibt über ihn auf dem Etikett:
"Starker Cider von der Elbe. Frischer, etwas trockener Geschmack. Komplett ohne Aromen und nur mit eigener Fruchtsüße. Pure Natur in der Flasche mit 100% Bio-Äpfeln aus dem Alten Land."

Für Jemanden, der traditionellen Apfelwein gewohnt ist, kommt er erst mal sehr fruchtig daher, fast wie ein Apfelsaft, aber das vergeht und ein schöner herber Geschmack bleibt. Die zugesetzte Kohlensäure, die ein traditioneller Apfelwein nicht hat, macht ihn angenehm frisch.

Uns hat er geschmeckt und wir haben noch ein paar Fläschen mit nach Hause genommen.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Recycling



Was hat das mit Ikebana zu tun? Gute Frage. 

Beim Brainstorming für Ideen für das Gemeinschaftsarrangement des Frankfurter Chapters von Ikebana International kamen wir unter anderem auf die Idee, eine Art Wüstenstadt mit hängenden Gärten passend zum Motto der IGS „In 80 Gärten um die Welt“ zu bauen.

Als Basis für die Gebäude sollten Tetrapacks dienen, die zum einen für Stabilität sorgen und zum anderen als wasserdichte Gefäße Wasser für die verwendeten Blumen halten sollten. Außerdem konnten sie statt gleich nach dem Austrinken in den Müll zu wandern, noch einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden.
An einem Samstag im Sommer trafen wir uns in großer Runde zur Vorbereitung und klebten fast schon im Akkord Gruppen von 2 und 3 Tetrapacks zusammen, auf der Unterseite mit Packpapier und Drumherum mit Wellpappe. Bei einem weiteren Treffen wurden diese dann zu einzelnen Gebäuden zusammengefügt. 7 dieser Gebäude, knapp 2 Meter hoch,  sind auf diese Art entstanden und wurden so nach Hamburg transportiert.
Dort erfolgte dann der Aufbau des Arrangements auf einem flachen Sandhügel von einer Größe von ca. 3 Meter mal 9 Meter. Die oberen noch offenen Tetrapacks wurden mit grünen Bartnelken und Moos gefüllt und die Gebäude mit Glyzienranken und wunderschönen Gloriosa umrankt.
Was zum Schluss recht schlicht aussieht, hat einen enormen Arbeitseinsatz aller Beteiligten erfordert, aber das Ergebnis ist es dann doch wieder wert.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Stay Awhile

Stay Awhile ist die logische Verlängerung der Knit Night, also ein Projekt, wenn‘s mal wieder länger dauern darf. Es ist auch von Louise Zass-Bangham und hat wieder Picots am Reihenanfang, hat aber eine ungewöhnliche Konstruktion, die es ermöglicht, eine rechteckige Stola durch das Muster diagonal zu teilen.

Auch diese Stola durfte ich teststricken. Was mir besonders gefällt, ist, dass sie auf beiden Seiten gleich aussieht, man also beim Tragen nicht immer akribisch darauf achten muss, wo die schöne und wo die weniger schöne Seite ist. Die Streifen in zwei Farben vermischen sich auf der glatt linken Seite wunderschön. Das Garn hatte ich noch im Stash, auch schon ein paar Jahre, noch aus meiner Sockenstrickzeit. Es ist Old Maiden Aunt 4ply mit Cashmere, ein weicher Traum in sanft changierenden Farben.
Die Stola hat ungespannt eine leichte Parallelogrammform. Ich habe sie jedoch auf ein 1,90m x 45cm großes Rechteck gespannt. Auch hier ist in der Anleitung eine beperlte Version beschrieben, aber wer mich kennt, weiß, dass das nicht mein Ding ist.
Meine Stola ist der perfekte Begleiter für den jetzt wirklich beginnenden Herbst.