Montag, 27. Mai 2013

Schon wieder gelb


In der letzten Zeit haben es mir die "schmutzigen" Gelbtöne angetan, nach dem Harvest Moon ist auch mein gerade beendetes Projekt wieder gelb: Die Left Bank Cardigan von Linda Wilgus, einer Niederländerin, die in den Staaten lebt, aus TML in Winter Wheat. Das rechte obere Bild der Stränge gibt die Farbe am besten wieder.

Das Muster ist eigentlich recht schlicht und lässt sich gut stricken, aber das Jäckchen hat viel Charme durch den V-Ausschnitt und die Lochmusterrippen. Da sich die Rippen eh der Körperform anpassen, habe ich auf die Taillierung hier verzichtet. Außerdem habe ich ihm lange Ärmel verpasst, da ich nicht so der Freund von 3/4 Ärmel bin. Ich mag entweder nur überschnitten, bis zur Armbeuge oder ganz lang, je nach Stil und Material.

Alle weiteren Infos gibt es wieder auf meiner Ravelry Projektseite.

Ich habe noch Super Yak von Monika Design in einem Senfgelb sowie Tvinni Alpaca von Isager in einem eher grünlichen Gelb im Stash und im Moment ist auch noch Chickadee von Quince & Co. in Honey auf dem Weg über den großen Teich zu mir, aber ich glaube, ich brauche jetzt doch mal eine andere Farbe.

Die Farbberaterin hat mir übrigens erzählt, dass es diese Farbe nächste Saison nicht mehr geben würde, bezieht sich vielleicht nur auf Mode allgemein und nicht auf Wolle im Besonderen, und dann würde es wieder an die zehn Jahre dauern, bis es sie wieder geben würde - schaun' mer mal, ich habe ja vorgesorgt :-)

Freitag, 24. Mai 2013

Farbberatung, die Zweite


Ich interessiere mich für Farben seit ich denken kann. Als Jugendliche habe ich allerdings fast nur Blau getragen, später wurde dann Braun und Beige interessanter für mich und dann habe ich mich farbtechnisch ausgetobt in den Farben, die gerade aktuell waren.

In den Neunzigern habe ich dann von Farbtypen gehört, unterschieden in 4 Typen, nach den 4 Jahreszeiten. Ich habe natürlich auch versucht, mich nach den angegebenen Merkmalen einzuordnen und beschlossen, dass ich ein Herbsttyp sein muss. 1995 habe ich dann von meinem Schatz eine professionelle Farbberatung geschenkt bekommen. Ich war sehr verblüfft, dass ich wirklich sehen konnte, dass sich mein ungeschminktes Gesicht veränderte, je nachdem, welchen Stoff in welcher Farbe mir die Beraterin umhängte, ohne dass ich die Farbe selbst sehen konnte, da ich sehr nahe an einem Spiegel mit Tageslichtlampe saß.

Ich war allerdings etwas enttäuscht vom Ergebnis, da ich ein Mischtyp aus Frühling und Herbst sei und vom Frühling nicht die hellen und vom Herbst nicht die dunklen Farben tragen solle. Also habe ich mir einen  Trenchcoat in einem helleren Grün meiner Farbpalette gekauft ... und habe ich ihn so gut wie nie getragen.

In den folgenden Jahren habe ich mich schon ein wenig nach meiner Farbpalette gerichtet, aber nur noch Sachen in Farben gekauft, die mir auch gefallen haben, so auch Schwarz, obwohl ich das angeblich nicht tragen sollte, war mir aber egal.

Im Laufe der Jahre hat sich auch bei der Philosophie der Farbberatung einiges getan und es gibt mittlerweile eine feinere "Einteilung" in 12 oder 24 Typen oder individuell anhand des sogenannten Confident Systems.

Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe diese Woche eine zweite Farbberatung bei Color me perfect gemacht.
Dort ist meine Farbwelt erneut ins Wanken geraten: Ich brauche zwar warme Farben, aber nicht ausschließlich, ich brauche vor allem klare Farben, die mich frischer und jünger aussehen lassen und das ist wirklich fast das Gegenteil von den gedeckten warmen Farben, die ich in den letzten Jahre trage. Und, ich darf Schwarz tragen und warme Grautöne, das ist doch schon mal was.

Aber was mir auch vermittelt wurde, ich kann meine Sachen weiterhin tragen, aber sollte sie mit klaren Farben kombinieren. Es gibt ausserdem so viele Faktoren, die die Farbwirkung beeinflussen, wie Lichtverhältnisse, Jahreszeiten, Tageszeiten, Texturen und Materialien. Letzten Endes bringt es mich dazu, offener gegenüber Farben zu sein, von denen ich bisher gehauptet habe, ich könne sie nicht tragen. Und ich werde auch weiterhin keine Farben tragen, die ich sowieso nicht mag.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Grissini selber backen


Das geht ganz einfach und sie schmecken um einiges besser als die gekauften.

Dazu 250 Gramm Mehl (am besten Tipo 00 oder Typ 550) in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und 10 Gramm Hefe hineinbröckeln. Mit ca. 130 ml lauwarmem Wasser, 2 Esslöffel Olivenöl, und je einer Prise Salz und Zucker zu einem Brei verrühren und anschliessend zu einem glattem Teig verkneten. An einem warmen Ort zugedeckt 2 bis 3 Stunden gehen lassen.

Jetzt noch einmal durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem Nudelholz ca. 5 mm dick ausrollen und mit einem scharfen Messer in ca. 5 mm breite Streifen schneiden.
Diese dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit Olivenöl bestreichen und nach Geschmack mit grobem Salz und/ oder Rosmarin bestreuen. Etwa eine weitere halbe Stunde gehen lassen und dann im auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten knusprig backen.

Falls die Grissini den ersten Abend überleben, am besten in einer Metalldose aufbewahren, damit sie schön knusprig bleiben.

Montag, 20. Mai 2013

Moderne Gebrauchsanweisung


Nach 15 Jahren hat unser Kühlschrank seine Dienste aufgegeben, ein neuer musste her.
Das war gar nicht so einfach wie gedacht, da es heutzutage viel größere Modelle mit verschiedenen Klimazonen und anderem Schnickschnack gibt. Da unserer aber in die Küche eingebaut ist und zudem eine Möbeltür hat, war dies die Vorgabe.

Ich habe gelernt, dass unser Kühlschrank eine Schlepptürtechnik verwendet, die es ermöglicht, dass beim Öffnen der Möbeltür die Kühlschranktür mitgeöffnet wird, aber das nur am Rande.

Das, was es zu einem Blogeintrag geschafft hat, ist die anschauliche Darstellung in der Gebrauchsanweisung der möglichen Geräusche, die unser Kühlschrank während des Betriebes von sich geben kann und die als normal einzustufen sind.

So etwas hatte ich noch nicht gesehen, finde es aber prima, weil es unabhängig von Sprache ist und ohne Worte auskommt.

Ich bin eh ein Freund von bildlichen Darstellungen, auch bei Strickanleitungen. Wenn sie eine Schemazeichnung mit Maßen und eine Strickschrift hat, bin ich glücklich.

Freitag, 17. Mai 2013

Olive mit Aluminium


Das nächste Mad May Projekt ist fertig: Der Harvest Moon von Heidi Kirrmaier. Ich habe bereits 2 Jacken von ihr gestrickt, den Vitamin D aus Wollmeise Pure und Nanook aus Holst Coast 3fach genommen. Alle 3 Jacken werden von oben nach unten und nahtlos gestrickt. Die Zunahmen sind zumeist Designelemente und werden geleichmäßig in der Passe verteilt.
Bei Harvest Moon wäre jedoch einiges an Näharbeiten erforderlich gewesen, um die Taschen und Taschenbeutel mit dem Rest der Jacke zu verbinden. Da ich aber Nähen meide wie der Teufel das Weihwasser, habe ich die Reihenfolge, in der diese Elemente gestrickt werden, geändert.
Ich habe zunächst die linke Tasche gestrickt und die Maschen und den Restknäuel stillgelegt. Dann habe ich mit einem neuen Knäuel auf der Rückseite der Tasche Maschen aufgenommen und über die komplette Breite des Körpers auf die andere Seite gestrickt und dort statt die Taschenmaschen der rechten Tasche stillzulegen, die rechte Tasche gestrickt und wieder die Maschen und den Restknäuel stillgelegt. Dann habe ich wiederum mit einem neuen Knäuel Maschen auf der Rückseite dieser Tasche aufgenommen und zurück über den ganzen Körper gestrickt. Jetzt hatte ich also alle Maschen, um den Körper der Jacke bis zum Ende der Taschen zu stricken. Die offenen Seiten hätten dann zum Schluss an der Rückseite der Blende angenäht werden sollen. Ich habe allerdings diesen Teil gleich angestrickt, in dem ich auf beiden Seiten aus jeder zweiten Reihe  den Querfaden zwischen Blende und glatt rechtem Teil auf eine Hilfsnadel gelegt. Nun habe ich je am Ende einer Reihe die letzte Masche mit einem Querfaden zusammengestrickt. Dann habe ich die Taschenbeutel gestrickt und sie ebenfalls gleich an den seiten auf der Rückseite links angestrickt. Das sieht sowohl von außen als auch von innen recht ordentlich aus. Die Taschenblenden werden wie die Halsblende quergestrickt und mussten leider angenäht werden, da gab es leider keinen Trick, das das Nähen hätte einsparen können.
Die Jacke wird nur mit einem Knopf direkt unter der Halsblende geschlossen. Den Knopf hatte ich bereits vor einiger Zeit in einem Etsy Shop bestellt, ohne zu wissen, wofür ich ihn mal brauchen könnte – jetzt hat er seine Bestimmung gefunden.
Das Garn, Madelinetosh Vintage, ist ein Merino Superwash Garn mit 187 Metern Lauflänge auf 113 Gramm. Es ist zunächst recht perlig, flufft aber nach leichtem Dämpfen mit dem Bügeleisen schön auf. Ich hatte 6 Stränge, die zum Glück alle je 120 Gramm auf die Waage gebracht haben, sonst hätte mein Garn nicht gereicht.
Alle Infos wieder auf meiner Ravelry Projektseite.

Jetzt haben wir Mitte März und ich habe noch Zeit für ein drittes Mad May Projekt :-)

Montag, 13. Mai 2013

Grünes für den Balkon


Am Wochenende waren wir in Württemberg unterwegs, zunächst am Samstag in Stuttgart ein wenig Shoppen, dann lecker Essen und Trinken im Gasthof Lamm in Schlat mit anschließender Übernachtung und am Sonntag, Dank eines tollen Tipps von Mascha,  auf der Garden Life in Reutlingen.

Ich liebe solche Gartenmessen, sind sie doch immer so inspirierend und machen Lust darauf, den Balkon mal wieder zu pimpen. Im Moment ist dieser nämlich noch eher karg und fast nur grün, denn durch den langen Winter sind die meisten Überwinterer wie Calla und Dahlien noch unter der Erde und Agapanthus, Olive, Hortensie und Funkie nur grün. Lediglich die Begenie hat letzten Monat schon mal schön rosa geblüht.

Mit nach Hause durften eine schöne rote Metallgießkanne, eine marokanische Minze, zwei kleine Sempervivens, eine Funkie, eine frostharte Palme, zwei gelbe Wandelröschen sowie ein Bund grüner Spargel, den wir gestern Abend schon verputzt haben. Ich weiss, auch nicht gerade bunt...

Das Wetter war leider sehr regnerisch, aber daher konnte man sich auf der Messe noch bewegen, ich möchte mir gar nicht vorstellen, was da los ist, wenn die Sonne scheint...



Freitag, 10. Mai 2013

Back to the Eighties?


Diesen Eindruck könnte man bekommen, da der Schnitt von Toujours doch ein gutes Stück oversized ist und auch die Ärmel überschnitten sind. Aber der Pulli hat einige nette Details wie die enge, ellbogenkurzen oder ellbogenlangen Ärmel, je nachdem wie man es sieht, den kleinen Riegel mit Knopf am Ärmel, den recht großen Ausschnitt mit kleiner Knopfleiste, die schmale Borte im oberen Körperteil und der gerundete Saum.

Das Design verträgt gut ein Garn mit etwas Farbspiel. Das Merino light von Madelinetosh in der Farbe Burnished erinnert ein wenig an oxidiertes Kupfer und ist die perfekte Farbe für Herbsttypen wie mich. Die kleinen Perlmuttknöpfchen, die ich aus Amsterdam mitgebracht habe, passen perfekt dazu.
So auf meiner Uschi sieht es ein bisschen nach Omapulli aus, auch durch die Farbe, ist er aber nicht. Bin aktuell noch auf der Suche nach einer türkisfarbenen Hose dazu, wenn die gefunden ist, gibt es (vielleicht) ein Tragefoto.

Alle Infos gibt es wie immer auf der Ravelry Projektseite.

Und da der Mai ja erst begonnen hat, habe ich gleich das nächste Mad May Projekt angeschlagen, einen Harvest Moon aus Madelinetosh Vintage in der wunderschönen Farbe Olivia. Passt nicht so ganz zur Jahreszeit, aber ich kann einfach nicht bis zum Herbst warten, um dieses großartige Garn zu verstricken...

Dienstag, 7. Mai 2013

Amsterdam


Vier Tage waren mal wieder zu kurz. Der Alltag hat mich wieder. Was haben wir alles gemacht?

Ein wenig geshoppt bei Penelope, De Afstap und Jan - De grote Kleinvakman. Ich war für meine Verhältnissee sehr bescheiden, nur ein Knäuel Noro Taiyo Sock und 5 kleine Knöpfe für meinen Toujours sowie 2 Stränge Araucania Botany Lace für Nina, die leider nicht mit uns fahren konnte, habe ich bei De Afstap herausgetragen und bei Jan vier Röhrchen Knöpfe à 1€, von denen zwei zu meiner Georgia passen, wenn sie denn mal fertig wird.

Aus der Taiyo Sock soll der Strawberry Lace Scarf gehäkelt werden, ein kleines Sommer Accessoire.

Wir waren auch im Rijksmuseum, das erst ein paar Wochen vorher nach einer zehnjährigen Renovierung wieder geöffnet hatte. Selbst wenn man sich nicht so für Malerei interessieren sollte, allein die Architektur mit der gelungenen Verbindung von historischen renovierten Gebäudeteilen und einigen modernen ergänzenden lohnen einen Besuch.

Als uns hinterher die Füsse wehtaten, sind wir gleich gegenüber am Kanal in den Canal Bus gestiegen und haben uns gut zwei Stunden durch die Kanäle und den Hafen der Stadt fahren lassen.

Unser Hausboot war ein Volltreffer, mitten im Leben auf der Amstel gleich neben der Mageren Brug. Und ein Schwan wollte uns auch besuchen.

Freitag, 3. Mai 2013

Wo bin ich?


Grachten, Hausboote, Fahrräder - das kann nur Amsterdam sein, richtig. Ich bin mit 4 Strickfreundinnen in Amsterdam. Wir haben ein Hausbbot gemietet und machen die hiesigen Yarnshops unsicher, besuchen das gerade nach langjähriger Renovierung wieder eröffnete Rijksmuseum und lassen es uns einfach gut gehen.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Alles neu macht der Mai


Und es gibt natürlich wieder zwei neue KALs, zum einen den jährlichen Mad(elinetosh) May und für die Monate Mai und Juni den KAL zu Joji Locatellis neuem Ebook Hopeful Knits.

Das musste ich unbedingt haben, denn es enthält 4 wunderschöne Designs, von denen ich drei definitiv stricken werde. Es sind zwei Pullover, ein dickerer, der überwiegend aus Perlmuster und feinen Rechtslinien auf linkem Grund in der Passe und den Ärmeln besteht, On the grass, der mir aber leider zu dick ist. Solche Pullis ziehe ich nicht an, schade eigentlich...

Der zweite Pullover, Toujours, ist oversized, aber nicht so sehr wie Boxy, und hat einen gebogenen Abschluss am Saum, eine kleine Knopfleiste am Ausschnitt sowie enge Ärmel, die bis zur Armbeuge reichen und mit einem kleinen Riegel mit Kopf verziert sind. Eine Teststrickversion dieses Pullis konnte ich glücklicherweise in Linstow anprobieren und habe ihn als alltagstauglich und für meine Figur als passend befunden, während Boxy nach Anprobe ausgeschieden ist. Ich habe Toujours heute angeschlagen und zwar aus Madelinetosh Merino light in Burnished. Damit habe ich wieder mal ein Projekt, das gleichzeitig an zwei KALs teilnimmt.

Dann gehört auch noch ein kurzärmeliges Jäckchen mit Lochmuster im oberen Körper bis über die Brust, Window to my soul, zum Ebook. Auch davon konnte ich eine Teststrickversion in Linstow anprobieren und habe mir bei meinem Lieblingsonlineshop gleich 3 Stränge Skein Top Draw Sock in Metallurgy gesichert. Der ist dann im Juni dran :-)

Als letzte Anleitung ergänzt noch ein zweifarbiges Tuch aus Sockengarnstärke, In the moment, das Ebook. Es ist im Haupteil gestreift, in 4 Segmente unterteilt, die durch Hebemaschen getrennt sind, hinter denen die Zunahmen versteckt sind, und einem einfarbigen Mäandermuster aus rechten und linken Maschen sowie einem Picotabschluss in der anderen Farbe. Wann ich dazu kommen werde, dieses hübsche Tuch zu stricken, wird sich zeigen.

Ich kann dieses Ebook wirklich empfehlen, denn Jojis Anleitungen sind nicht nur abwechslungsreich, sondern auch immer sehr gut ausgearbeitet und problemlos zu stricken.