Donnerstag, 28. Februar 2013

Fluch und Segen von Knitalongs



Ein Knitalong ist eigentlich eine schöne Sache, man strickt ein Patten mit Gleichgesinnten, alle in einem zumeist bestimmten Zeitraum, man diskuiert zunächst, welches Garn man nimmt, zeigt Fotos davon, überlegt, ob man damit auf die geforderte Maschenprobe kommt und welche Nadelstärke man dafür verwenden muss und wenn man sich entschieden hat, geht es los. Man zeigt zwischendrin wieder Fotos vom Fortschritt, siniert über die Form und das Maschenbild, diskutiert über Anpassungen und hat im besten Fall am Ende ein Objekt, da so aussieht und passt, wie man es sich vorgestellt hat.

Zu Beginn meiner Bloggerei, also im Jahr 2 vor Ravelry, wurde dafür ein neuer Blog aufgemacht und wenn man mitmachen wollte, hat man sich dazu einladen lassen. In Zeiten von Ravelry wird einfach eine neue Gruppe aufgemacht oder es gibt Threads dazu innerhalb einer Gruppe.

Mittlerweile haben diese Knitalong, auch kurz KAL genannt, ein wahre Inflation erlebt. Ich weiß nicht, wieviele täglich neu gestartet werden. Fast jeder Strickdesigner, der etwas auf sich hält und eine ansehnliche Zahl von Jüngern um sich schaart, startet regelmäßig ein bis zweimal im Jahr oder auch für einzelne neu veröffentlichte Anleitung einen KAL.
Parallel dazu gibt es diese KALs auch in der Gruppen der Handfärber und Garnhersteller.
Bei einigen KALs gibt es Anleitungen mit Rabatt oder auch kostenlos und Garn, die als Preise in verschiedenen Kategorien vergeben werden.

Mich überfordert das mittlerweile, es gibt zuviel schöne Anleitungen, talentierte Designer und immer wieder entdeckt ich neue tolle Garne. Aber leider hat der Tag nur 24 Stunden und ich komme mit diesem Tempo nicht mehr mit.

Aktuell läuft schon seit dem 4. Februar bis zum 30. April der Spring KAL in der Gruppe von Joji Locatelli. Dafür hatte ich bislang ein Projekt geplant, den Meridien aus Wollmeise Lace, da ich dieses Jäckchen schon länger stricken will.
Jetzt habe ich auch vor ein paar Tagen entdeckt, dass es im März auch dieses Jahr wieder den Malabrigo March, einen KAL in der Malabrigo Junkies Gruppe geben wird.

Also werde ich im März zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und mit einem Projekt in beiden KALs starten, dem Spring Showers von Joji Locatelli aus Malabrigo Arroyo in der Farbe Aguas.

So, jetzt muss ich los und die Anleitung ausdrucken und Garn wickeln.

Mittwoch, 27. Februar 2013

Hattrick


Auch mein drittes Cardiganprojekt aus diesem Jahr ist aus Malabrigogarn gestrickt, wieder aus Rios, diesmal in der Farbe Sunset. Das Pattern hatte ich bereits für die 7 Stränge Rios in Niebla im Blick, mich dann aber damals für Perla entschieden, da Cabletta Cardigan mehr Farbe verträgt.

Hanna Maciejewska hat eine sehr ähnliche Konstruktion für ihr Pattern verwendet, wie Joji Locatelli für meine beiden anderen Jacken: Einen provisorischen Anschlag an der Schulter, hier allerdings zusätzlich mit verkürzten Reihen für Schulterschrängen und dann zunächst den Rücken nach unten mit Zunahmen für die Armausschnitte und dann die Vorderteile mit Armauschnitten. Anschließend werden alle Maschen auf eine Nadel genommen und ohne Seitennaht nach unten getrickt. Für die Ärmel werden die Maschen um das Armloch herum aufgenommen und dann zunächst mit verkürzten Reihen für die Armkugel und anschließend in Runden bis zum Ärmelbündchen.

Ich habe diese Art der Kontruktion wirklich schätzen gelernt, bis auf Fädenvernähen keine weiteren Näharbeiten nötig. 

Ich habe die Jacke oberhalb der Taille verlängern müssen, da ich 1,76m groß bin und mein Oberkörper länger ist als der Standard. Damit die Proportionen dann wieder zusammenpassen, habe ich auch den Teil unterhalb der Taille verlängert. Jetzt ist die Jacke stolze 90cm lang. 

Alle weiteren Infos wie üblich auf meiner Ravelry Projektseite.

So, jetzt sind langsam mal die ersten Frühjahrsprojekte an der Reihe.

Dienstag, 26. Februar 2013

Eine weitere neue Perle



Ein weiteres, mir bis daher unbekanntes, Malabrigogarn habe ich im Dezember bestellt: Rios. Das ist ein verzwirntes reines Merinogarn mit einer Lauflänge von 192 Metern auf 100 Gramm und mit 4mm bis 5mm Nadeln kommt man auf 18 bis 22 Maschen auf 10cm.
Ich wollte ursprünglich ein großes Tuch aus 4 Strängen stricken, aber da es kurz später diese Tuchanleitung auch für dünneres Garn gab, was mir für ein Tuch lieber ist, habe ich in Ravelry nach Strickjackenanleitungen geschaut, für die sich dieses Garn eignet.

Ich habe 2 Anleitungen gekauft, einmal Driven von Veera Välimäki, und zum anderen Perla, wieder von Joji Locatelli. Dazu waren natürlich 4 Stränge zu knapp, also  2 weitere Stränge bestellt.
Dann hatte ich noch eine weitere Anleitung, die ich unbedingt stricken wollte, Cabletta Cardigan von Hanna Maciejewska, aber dafür wären 6 immer noch zu knapp, weil die Jacke recht lang ist ... also noch einen weiteren Strang bestellt. Zum Glück kennen mich die Mädels von Yarn over Berlin und waren sehr verständnisvoll.

Nachdem ich mich dann noch mal umentschieden hatte und habe ich dann doch Ende Januar Perla angeschlagen und habe es nicht bereut, denn die Kombination aus Garn, Farbe und Pattern ist einfach schön.

Gebraucht habe ich am Ende nur 5 Stränge, aber Marion hat die 2 übrigen gerne zurückgenommen und strickt mit 3 weiteren ... dreimal dürft ihr raten ... na klar, auch Perla. Das ist dann der zweite Zwilling, nur war ich diesmal die Erste.
Die Jacke trägt sich prima und ist bei dem ungemütlichen Wetter schön kuschelig ohne zu dick zu sein. Nach 3 bis 4 mal Tragen sieht sie noch aus wie neu und nix pillt, obwohl sie ziemlich locker gestrickt ist. Ich bin happy :-)

Alle Infos zum Projekt wieder auf meiner Ravelry Projektseite.

Montag, 25. Februar 2013

Liebe auf den ersten Blick


Als ich diese Jacke zum ersten Mal gesehen habe, war es um mich geschehen - die musste ich auch haben. Ich habe sie bei einem Strickwochenende im letzten November im Gutshaus Linstow gesehen. Marion, eine der beiden Mädels von Yarn over Berlin, hatte die Anleitung Even Flow von der talentierten argentinischen Designerin Joji Locatelli testgestrickt.

Die Konstruktion ist ungewöhnlich und genial, der breite Kragen wird im Nacken zu Biesen gestrickt und damit gebändigt. Die Taschen haben einen seitlichen Eingriff, der sehr bequem ist. Und das Muster aus verzopften Hebemaschen kommt in dem mehrfarbigen Garn perfekt zur Geltung.

Das Garn war mir bis dahin auch unbekannt, es ist ein sehr weiches verzwirntes reines Merinogarn von Malabrigo namens Arroyo mit einer Lauflänge von 306 Metern auf 100 Gramm, das man mit Nadeln 3,5mm bis 4,0mm und 20 bis 22 Maschen auf 10cm verstricken kann. 

Ich habe die Jacke im Januar in der gleichen Farbe wie Marion gestrickt, Escorias, und wenn wir uns im April wieder in Linstow zum Strickwochenende treffen, werden wir ein gemeinsames Tragefotos machen.

Alle Infos zum Projekt auf meiner Ravelry Projektseite.

Ich habe mittlerweile Arroyo in drei weiteren Farben gekauft, Aguas, Jupiter und Coffee Toffee für 3 weitere Strickjacken, so gut gefällt mir das Garn.

Sonntag, 24. Februar 2013

Buchbinden für Anfänger



Ich habe mich heute mit meiner lieben Freundin Kiki getroffen, um gemeinsam mit ihr unsere supercraft Neujahrskits zu basteln. In den letzten beiden Jahren ist das Thema Selbermachen wieder aktuell geworden und nennt sich jetzt DIY, die Abkürzung für do it yourself.

Seit letztem Jahr bietet Supercraftlab aus Berlin Kits zu verschiedenen Themen an. Diese Kits gibt es alle zwei Monate und man kann sie einzeln oder auch im Abo bestellen.
Es gibt rechtzeitig vorher auf ihrer Homepage ein sogenanntes Moodboard, auf dem man sehen kann, was einen erwartet, aber es bleibt immer noch genug Spannung, was wirklich im Paket ist. 
Es sind in der Regel zwei Projekte und ein kleines, das aus den Resten des Materials gefertigt werden kann. Es ist wirklich (fast) alles drin, was man braucht für diese Projekte und ein ausführliche zweisprachige Anleitung (deutsch und englisch).

Im aktuellen Kit war Material um zwei kleine Leporello und zwei kleine Sammelmappen zu basteln. Aus den Resten konnte man Ostereier basteln. Ich habe mir die Ostereier gespart und habe noch zwei größere Sammelmappen gemacht.

Ich bin sehr zufrieden und Kiki als gelernte Buchbinderin hatte noch ein paar gute Tipps für mich.

Das nächste Paket kommt im April und hat das Thema Stoff und Farbe - ich freue mich schon.

Freitag, 22. Februar 2013

Warum eigentlich wieder bloggen?

Diese Frage hat mir meine Freundin Kiki gestern Abend beim wöchentlichen Stricktreff gestellt, als ich ihr erzählt habe, dass ich meinen Blog hierher umziehen will und vorhabe, wieder öfter zu bloggen.

Die Frage ist nicht wirklich einfach zu beantworten. Klar könnte man sagen, dass einen der Austausch mit Gleichgesinnten interessiert und sich jeder auch über etwas Selbstbestätigung freut, aber ich glaube, es ist mehr. Indem ich mich versuche anderen mitzuteilen, reflektiere ich meine Gedanken und die Dinge, die ich tue oder nicht tue. Ich kann und werde nicht über alles schreiben, was mich bewegt, aber auch die Auswahl dessen lässt einen etwas über sich selbst lernen.



Donnerstag, 21. Februar 2013

Time to change

Nachdem ich mich Jahre mit den Unzulänglichkeiten in meinem alten Blog rumgeärgert habe, versuche ich es nun endlich im achten Jahr mal bei einem anderen Anbieter.
Das wird sicher noch ein recht holpriger Start sein bis ich alle Ideen und meine Vorstellungen ans Design umgesetzt habe - aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.