Dienstag, 9. Juli 2013

Denkmalschutz meets moderne Architektur


Die unter Denkmalschutz stehende Frankfurter Großmarkthalle steht seit dem Umzug ins neue Frischezentrum im Frankfurter Norden nahe der Autobahn leer.
Die Großmarkthalle entstand 1926 bis 1928 als zentraler Handelsplatz für Obst und Gemüse für Frankfurt und die Umgebung. Der damalige Stadtbaudirektor Martin Elsaesser schuf mit diesem Gebäude den größten freispannenden Eisenbetonbau der Welt in der damaligen Zeit.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat das Gelände der ehemaligen Großmarkthalle gekauft und hat im Jahre 2002 einen internationalen Architektenwettbewerb ausgeschrieben, den das Wiener Architekturbüro Coop Himmelb(l)au  im Jahre 2005 gewann. Seinerzeit waren alle Wettbewerbsbeiträge im Deutschen Architekturmuseum ausgestellt. Ich war erschrocken, wie viele Architekten, die Maßgabe das bestehende und denkmalgeschützte Gebäude in die Planung miteinzubeziehen, sichtbar ignorierten. Außerdem wurde der Lage direkt am Main bei vielen Entwürfen keine Rechnung getragen. In meinen Augen hat der Gewinner des Wettbewerbs die Aufgabe am besten verstanden und in seiner Planung umgesetzt.

Und jetzt gehen die Bauarbeiten in die letzte Runde. Es entsteht ein gläsernes Hochhaus in Form eines 185 Meter hohen Doppelbüroturms, der über ein Eingangsbauwerk mit der Großmarkthalle verbunden wird. Es handelt sich um ein "Haus im Haus-Prinzip". Die vorhandene Bausubstanz der Halle wird dabei saniert, aber erhält ihre alte Struktur und ihren Stil zurück. Somit entsteht eine Verbindung zwischen Alt und Neu, historischer und moderner Architektur.

Außerdem wurde Wert gelegt auf den schonenden Umgang mit Energie-und Trinkwasserressourcen für ein nachhaltiges Gebäude. Der Neubau soll so 30 Prozent weniger Energie benötigen, als es die Energieeinsparverordnung 2007 verlangt. Des Weiteren sollen Grünanlagen rund um das Gebäude entstehen, die teilweise schon gepflanzt wurden. Somit entsteht eine große, begrünte Landschaft.


Und wieder erhält Frankfurt ein weiteres markantes Hochhaus in seiner bekannten Skyline.

Kommentare:

  1. Vielen Dank für diese interessante Information. Ich lese gerne über meine Stadt. :)

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  2. Ich mag sie sehr eure Hochhausskyline - und bin letzten Sonntag mit dem Zug erst grad an der Baustelle vorbeigefahren.
    lG

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