Montag, 23. Dezember 2013

Weihnachten kann kommen


Alle Geschenke besorgt, dieses Jahr nur 2 gestrickt, und verpackt, Baum gekauft und geschmückt, Plätzchen gebacken und Einkäufe für die Feiertage erledigt.

Zum Glück habe ich schon Urlaub den Rest des Jahres. Ein Tässchen Cappuccino und ein Stückchen leckeren Früchtekuchen, den meine liebe Freundin Nina gebacken hat, ein Stück Rotweinkuchen, das Weinhachtsgeschenk meines Arbeitgebers für alle Mitarbeiter, und ein Gläschen Portwein - jetzt kann Weihnachten kommen.

Ich wünsche Euch ein paar schöne Tage mit Euren Lieben.

Freitag, 20. Dezember 2013

Black is beautiful


Ich mag gerne schwarze Kleidung, aber schwarzes Garn zu verstricken ist kein Spass.

Ich habe einem lieben Verwandten vor einigen Jahr mal schwarze Socken gestrickt, da er fast ausschliesslich schwarze Kleidung trägt. Da kam gut an - zu gut, jetzt darf ich jedes Jahr welche stricken.

Da ich nicht einfach glatt rechte Socken stricken mag, suche ich mir immer kleine Muster aus, die aber nicht zu kompliziert zu merken sind, denn Fehler sind in schwarz so schlecht zu erkennen.

Ich nehme mir jedes Jahr vor, diese Socken schon im Sommer zu stricken, aber es kommt, wie es immer kommt, es ist Anfang Dezember und ich habe noch nicht mal damit angefangen. Wenn ich dran bleibe, geht es ja meist auch zügig voran und so habe ich es auch für diese Jahr hinter mich gebracht.

Aber wenn ich sehe, wie sehr sich der Beschenkte jedes Mal drüber freut, bin auch ich wieder versöhnt.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Warme Ohren


Ich hatte schon länger einen Strang Posh Yarn Cloe DK in der Farbe Snow Day im Stash. Ich habe ihn im Rahmen eines Yarnclubs bekommen, selbst hätte ich ihn nicht gekauft, denn er enthält neben 75% Merino und 20% Seide auch 5% Glitzer, was so gar nicht mein Ding ist.

Aber ich wusste schon immer, dass ich daraus eine Mütze stricken will, konnte mich aber nicht für eine Anleitung entscheiden. Da kam mir Hannas neuester Testknit genau richtig, Autonomous wurde am Montag veröffentlicht. Es gibt dazu auch noch einen passenden Cowl Symbiotic.

Ich habe ca. 70 Gramm Garn für meine Mütze verbraucht und aus den restlichen 30 Gramm die Bommel gemacht, das hab ich zuletzt in meiner Kindheit getan. Es ging noch ganz gut, aber die ganze Wickelei hat gefühlt länger gedauert, als die Mütze zu stricken.

Jetzt habe ich ein schönes Weihnachtsgeschenk für meine Nichte.

Dienstag, 17. Dezember 2013

Backwahn


Ich glaube, so viele Sorten Plätzchen wie dieses Jahr habe ich selten in der Vorweihnachtszeit gebacken. 

Ich habe Anfang Dezember durch Zufall das eMag Hilda gefunden und die schöne Aufmachung hat mich sehr angesprochen und ich wurde verführt, einige Rezepte daraus zu backen. Sehr praktisch finde ich, dass es neben dem eMag auch eine pdf-Datei dazu gibt, dass man sich die Rezepte bequem ausdrucken kann.

Kurz darauf kam dann auch die zweite Hilda Ausgabe raus und auch daraus habe ich einiges gebacken.

Meine Favoriten sind die Spekulatius mit Mandeln und die Orangenplätzchen mit Kardamom.
Ich habe ausserdem noch Kürkiskernkipferl, Russische Lebkuchen, Chai Cookies, Chocolate Tahini Cookies, Kokoskugeln und Schokoblättee mit Erdnüssen gebacken.

Man muss die Rezepte aber kritisch lesen, denn ich habe den ein oder anderen Fehler drin gefunden, aber das kann schon mal passieren. Jedenfalls sind sie alle lecker!

Sonntag, 15. Dezember 2013

Advent


Die Zeit innezuhalten, Freunde und Familie zu besuchen, an den letzten Weihnachsgeschenken zu nadeln, auf den Weihnachtsmarkt zu gehen und versuchen, es ruhiger anzugehen als in den letzen Jahren.

Ich wünsche Euch an schönen 3. Advent.

Sonntag, 8. Dezember 2013

Geheimnistuerei


Das gehört bei den meisten Teststrickereien dazu, denn die Designer bitten zumeist darum, dass Fotos der fertigen Projekte erst nach der Veröffentlichung der Anleitung gezeigt werden.

Dieses hübsche Jäckchen, Secrecy von Hanna Marciejewska habe ich bereits im Herbst gestrickt. Das Garn, Kauni 8/2 Solids in der Farbe ZZ, habe ich mir aus Dänemark mitgebracht. Ich kenne die rustikalen Farbverlaufsgarne von Kauni schon viele Jahre, habe auch das ein oder andere daraus schon gestrickt, aber dass es davon auch so viele tolle Unifarben gibt, war mir neu.

Das Garn war wirklich perfekt für mein Jäckchen. Es ist wieder topdown gestrickt, diesmal nach der Contigous Methode von Susie Myers, bei der die Armkugeln gleichzeitig mit dem Körper gestrickt werden. Sehr schön finde ich das Lacemuster auf dem Rücken und die schmalen Laceblenden.

Es sind zwei Längenvarianten in der Anleitung beschrieben, ich habe die längere gestrickt und bin trotzdem mit 300 Gramm Garn ausgekomen, also ein schönes Leichtgewicht, das trotzdem warm hält.

Montag, 2. Dezember 2013

Shortbread meets Schokoheidesand


Zwei Sorten Plätzchen, die ich am Wochenende zum Adventskaffee gebacken habe. Wenn es schnell gehen soll, dürfen es gerne Teige sein, die nur zusammengeknetet werden, kurz im Gefrierfach durchkühlen und dann nur noch geschnitten und gebacken werden müssen.

Für das klassische Shortbread 125g weiche Butter, 40g Zucker und 25g Puderzucker schaumig rühren. 225g Mehl, 1 Prise Salz und 2 TL Orangenblütenwasser zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig gleichmäßig in eine gefettete Form von 20x20cm oder auf die gleichgroße Fläche Backpapier drücken und mehrfach mit einer Gabel einstechen. Nach Wunsch mit den Gabelzinken Muster in die Oberfläche drücken und mit einem Messer so einritzen, dass 25 Quadrate entstehen. Im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad Ober- und Unterhitze ca. 30 Minuten hellgold backen.
Aus dem Ofen nehmen und mit 2 EL Zucker bestreuen und entlang der vorgeritzten Linien in Stücke schneiden. Vollständig auskühlen lassen und dann erst aus der Form nehmen.

Eine Abwandlung des klassischen Heidesand ist der Schokoheidesand. Dafür 200g Butter werden geschmolzen und leicht gebräunt. Nach dem Abkühlen mit 120g Muscovadozucker (oder Rohrzucker), einer Prise Salz, dem ausgekratzen Mark einer Vanilleschote und der abgeriebenen Schale einer ungespritzen Orange schaumig rühren. Dann 250g Mehl und 20g Kakao unterkneten und aus dem Teig drei Rollen formen. 
Im Gefrierfach 1 Stunde kühlen und die Rollen dann in 3 EL Rohrzucker wälzen und anschließend in ca. 1cm dicke Scheiben scheiden und auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche legen.
Im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad Ober- und Unterhitze nacheinander je ca.12 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Am besten gleich zu einer Tasse Kaffee geniesen und (eventuelle) Reste in Blechdosen aufbewahren.

Samstag, 30. November 2013

Ho ho ho


Langsam wird es Zeit für die Adventsdeko und an die Weihnachtsgeschenke zu denken. Ich habe eher zufällig die Anleitung für Duggy the Fir Tree gefunden und mich sofort in ihn verliebt.

Da ich keine dicke Wolle in den passenden Farben hatte, habe ich einfach Sockengarn doppelt genommen und dieses Mal habe ich auch darauf geachtet, dünnere Nadeln zu nehmen, damit das Maschenbild schön dicht ist und das auch noch, wenn er ausgestopft ist.

Die Augen und die beiden Mützen sind am Anfang etwas fummelig, aber sind ja schnell gestrickt. insgesamt kann man Duggy an einem Abend oder am Wochenende stricken, klappt also noch für diese Saison. Mein Duggy ist 13cm hoch und steht jetzt bei uns im Wohnzimmer.

Für diejenigen, die lieber häkeln, es gibt ihn auch in der Häkelversion.

Donnerstag, 28. November 2013

Tänzchen gefällig?


Die Anleitungen von Anne Lernout haben immer interessante Konstruktionen, auch ein Grund, warum ich ihre Anleitungen gerne teststricke. Der letzte Teststrick war eine dreifarbige Stola, pasOdoble, krauss rechts mit verkürzten Reihen und an beiden Seiten Spiralen. Es gibt auch eine Version, die nur an einer Seite eine Spirale hat und am anderen Ende fächerförmig ausläuft, pasOsolo.

Gleich für welchen der beiden man sich entscheidet, sie sind definitiv Hingucker. Die Anleitungen von Anne sind sehr sorgfältig geschrieben, alle benötigten Techniken sind erklärt und es gibt farbige Zeichnungen, die dies unterstützen. Ich würde mir auch von anderen Designern so gut ausgearbeitete Anleitungen wünschen.

Meinen pasOdoble habe ich aus DROPS Alpaca gestrickt, das ich noch im Stash hatte, und er ist 1,80 Meter lang und 40 Zentimeter tief geworden. Er lässt sich schön drapieren, aber auch mal einfach um den Hals wickeln, wenns schnell gehen soll und er einfach nur warm halten soll.

Dienstag, 26. November 2013

Federleicht


Im Frankfurter Ostpark leben am Rande des Weihers unter anderem auch verschiedene Arten von Wildgänsen. Selbige verlieren im Frühjahr Teile ihres Federkleides, das sich dann über die Rasenflächen verteilt. Also wurden die Federn kurzerhand aufgesammelt und letzte Woche im Ikebana-Atelier-Kurs Thema für ein freies Arrangement. Ich habe meinen Teilnehmerinnen bereits vor ein paar Wochen je 5 Federn mitgebracht und sie hatte inzwischen Zeit, sich mit dem Material und der Aufgabenstellung zu beschäftigen.

Auch ich habe mir natürlich Gedanken gemacht, wie ich das Thema umsetzen will. Mir war vor allem die Leichtigkeit wichtig, die Verwendung von organischen Materialien und auch die Jahreszeit. Außerdem wollte ich keine zusätzlichen Hilfsmittel zur Befestigung verwenden.

Basis meines Arrangements ist ein Buchenholzwürfel, in den ich 4 Kupferrundstäbe gesteckt habe. Auf und zwischen diese habe ich dann die Gänsefedern und die orangen Kelchblätter der Lampionblume geklemmt und gesteckt habe. Es hält von selbst, ist allerdings etwas empfindlich, wenn man dagegen kommt.

Auch die Teilnehmer meines Kurses waren sehr kreativ und haben ganz unterschiedliche Arrangements gestaltet, die dem vorgegebenen Thema gerecht wurden. Ich bin jedesmal begeistert, was wieder für tolle Arrangements entstehen. Manche Teilnehmerinnen hadern zunächst mit dem gestellten Thema, sind dann aber am Ende doch begeistert davon.



Montag, 25. November 2013

Frau Müllers Käsekuchen


Ich liebe Käsekuchen, aber dort scheint Glanz und Elend nahe beieinander zu liegen. Es gibt welche, die sind zum Niederknien und andere taugen höchstens als Bauschaum.

Mein Lieblingsrezept hat meine Mutter von Frau Müller aus dem Tennisclub bekommen und begleitet mich seit meiner Kindheit bis heute. Mein Mann hat mich, nachdem er mich schon ein paar Jahre kannte, gefragt, ob ich auch noch was anderes backen könne, als diesen einen Käsekuchen.

Doch letztes Wochenende, an seinem Geburtstag, durfte ich ihn mal wieder backen. Hier also das Rezept:

250g Butter, 250g Zucker und 4 Eier schaumig rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Von dieser Masse 3 EL abnehmen und mit 100g Mehl zu einem glatten Teig verkneten. Den Boden einer gefetteten Springform mit 26cm Durchmesser damit auskleiden und mit einer Gabel mehrfach einstechen, damit er sich beim Backen nicht wellt. Zu der restlichen Masse 1kg Magerquark geben und gut verrühren. Zum Schluss ein Päckchen Käsekuchenhilfe zügig darunterziehen. Die fertige Masse auf den Boden geben und im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen auf der zweiten Schiene von unten ca. 1 Stunde backen.

Den Kuchen kann man gut einen Tag vorher backen und im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.

Freitag, 22. November 2013

Luxusteilchen


Geht es Euch auch manchmal so, ihr seht auf Ravelry ein tolles Projekt und schaut Euch dann die Anleitung und das Projekt des Designers an und stellt fest, dass ihr das nie im Erwägung gezogen hättet, wenn ihr das tolle Projekt einer anderen Strickerin nicht gesehen hättet?

Genauso ging es mir mit Les Sillons von Polo Silvie. Auf dem Hauptfoto auf der Patternseite sieht man ein unscheinbares Tuch, das so um den Hals gewickelt ist, dass man die Form, die Größe und die   interessante Textur nicht erahnen kann. Diese Version hat mich allerdings sofort angesprochen und ich bin dann mal in die Tiefen meines Stashs getaucht und habe zwei zu Unrecht verstaubte Schätzchen ans Tageslicht befördert.

Das graue Garn ist ein handgefärbtes reines Cashmeregarn mit 560 Metern pro 75g Strang von The Knitting Goddess und das tiefrote und in sich melierte Garn ist eine Mischung aus 50% Nerz, 30% Milchprotein und 20% Baby Merino mit 329 Metern pro 50g Knäuel von MinkYarn, das mich damals neugierig gemacht hatte und vom dem ich zwei Knäuel hatte.

Beide Mengen einzeln hätten nur für je ein kleines Tuch gereicht, aber zusammen waren sie sowohl von der Farbe, der Stärke und des "Griffs" perfekt. Dass ich da nicht schon eher drauf gekommen bin...

Mein Les Sillons hat eine Spannweite von 2 Metern und eine Tiefe von 85cm, also perfekt um ihn je nach Lust und Laune entweder dekorativ locker um die Schultern zu legen oder sich zum Warmhalten  eng um den Hals zu wickeln.


Mittwoch, 20. November 2013

Ja, ist denn heut' schon Weihnachten?


Alljährlich wiederholt sich dasselbe Ritual: Auf dem Römerberg wird der höchste freistehende Weihnachtsbaum Deutschlands aufgestellt und bald darauf gibt es in Frankfurt rund 700 000 selbsternannte einheimische Christbaumnörgler, die den Nadelbaum kritisch beäugen und entsprechend kommentieren. Mal ist er zu schief, mal trotz aller nachträglich eingefügten Äste - meist um die 150 Stück - zu licht. Der Baum sollte zudem freistehend, also als Solitär, gewachsen sein, das garantiert ein gleichmäßigeres Geäst und man muss auch keine Schneise der Verwüstung im Wald schlagen, um an den einen Baum zu gelangen.

Rings um Frankfurt ist kein solcher Baum mehr zu finden, also ging es dieses Jahr in das idyllische österreichische Örtchen Lorüns. Dazu muss man wissen, dass der Ort, der den rund 1000 Euro teuren Baum stellt, auch für das Fällen und den Transport nach Frankfurt zuständig ist, was noch mal Kosten von rund 15 000 Euro mit sich bringt. Im Gegenzug darf dieser nun an einem Stand am Frankfurter Weihnachtsmarkt für sich werben. Die Stadt Frankfurt organisiert auf eigene Kosten mit der Feuerwehr das Aufrichten des Baumes am Römerberg. 

Die 105 Jahre alte, 31,2 Meter hohe, 6 Tonnen schwere, aber mit seiner Stammtaille von 70 Zentimetern fast etwas schlanke Fichte wurde bereits gefällt, für den Transport vorsichtig zusammengeschnürt bis zu einem Durchmesser von drei Metern, auf einen Tieflader gepackt und nach Frankfurt transportiert. Am 6. November wurde sie dann aufgestellt. Nachdem die Äste sich ausgehängt haben und 5000 bis 6000 energiesparende Birnchen und mehrere hundert Schleifen und Glocken, sowie die 150 vom Baumkosmetiker eingepflockten Äste angebracht waren, ist sie nun fertig und erwartet den 27. November, der Tag, an dem der Weihnachtsmarkt eröffnet wird.

Noch sieht sie bei grauen Novemberhimmel etwas fehl am Platz aus, aber spätestens, wenn die Stände drum herum aufgebaut sind und sie bei Dunkelheit erleuchtet ist, kommt langsam Adventsstimmung auf.

Montag, 18. November 2013

Keine alten Zöpfe


Das im Mai veröffentlichte Pattern Dunes von Rose Beck stand schon länger auf meiner Liste der Dinge, die ich diesen Herbst unbedingt noch stricken wollte, mangelte es mir aber am passenden Garn.
Am Linstowwochenende habe ich dann Marions Dunes live sehen können und mir dann bei Yarn over Berlin 3 Stränge Madelinetosh Vintage in der Farbe Sugarplum gekauft.

Die, die mich kennen, werden etwas erstaunt über meine Farbwahl sein, denn das ist so gar nicht meine Beuteschema, aber die Farbe passt prima zu Grau, Dunkelrot, Schwarz, Marine und Dunkelbraun, also eine perfekte Ergänzung.

Durch das dicke Garn und 6mm Nadeln war mein Tuch schnell gestrickt und wärmt meinen Hals, was ich aktuell in der Grippezeit gut gebrauchen kann.

Sonntag, 10. November 2013

Nummer zwei


Bei den vorangegangenen Linstowbesuchen haben wir uns je ein Projekt ausgesucht, das wir dort angeschlagen und, wenn möglich, auch dort beendet haben. Klar kommen dafür nur kleinere Projekte in Frage. Tücher sind prima, aber nur solche, bei denen man sich während des Strickens auch noch unterhalten kann und nicht die Gefahr besteht, Fehler zu machen.

Dieses Mal konnten wir uns nicht wirklich einigen, aber Marion und ich haben uns für Hoek von Stephen West entschieden. Ich hatte mir bei Posh Yarn 3 Stränge Marianne DK in der Farbe In the wild woods bestellt. Weil ich meinen Vampyre ein gutes Stück ribbeln musste, war ich zum geplanten  Startzeitpunkt am Freitag um 11Uhr noch nicht fertig. Ich habe aber noch Aufschub bis zur Fertigstellung bekommen.

Marion hat in der Zeit an ihrem Batad, einem Cowl mit verkürzten Reihen und farblich abgestzten Biesen, auch von Stephen West, gestrickt. Am Nachmittag war es dann soweit: Wir haben zu zweit Hoek angeschlagen. Leider hat Marion am Samstag beschlossen, dass sie ihren Batad erst fertig stricken will, also habe ich ab dann alleine weiter gestrickt.

Am Sonntag ist mein Hoek dann während der langen Zugfahrt 50 Minuten vor Frankfurt fertig geworden.
Anfangs war ich etwas skeptisch, ob das Garn nicht zu dunkel ist, aber jetzt da er fertig ist, sieht man das Farbspiel sehr schön und bin zufrieden.

Da er nicht dreieckig ist, sondern durch die 3 Zipfel länger wird, rutscht er nicht so leicht vom Hals, sondern kuschelt sich gut an.

Mittwoch, 6. November 2013

Dänische Pompons - jetzt auf deutsch

Für die Häkelfans unter uns gibt es jetzt die Anleitung für den Hæklet Pomponrør jetzt auch auf deutsch als pdf für DKK 30 zum direkten Download.

Also nix wie das passende Garn suchen und ran an den Häkelhaken, dann kann er schnell den Hals wärmen.

Montag, 4. November 2013

Entschleunigung

Obere Fotos: Marianne Lenke, unteres Foto: himawari
In den letzten 5 Tagen war ich wieder zum Stricken, Quatschen, Spaßhaben und Abschalten im Gutshaus Linstow. Für mich war es schon das dritte Mal, Kiki war zum ersten Mal dabei.
Es war wieder schön, liebe Freundinnen aus anderen Teilen der Republik zu treffen und neue Freundinnen kennenzulernen. Eine kam sogar aus Salzburg eingeflogen.

Jeder, der einmal dabei war, kann sich dem nicht mehr widersetzen und kommt mit Freuden wieder.

Ich hatte tolle Gespräche, habe viel, nein, sehr viel gestrickt und neue Wolle gekauft. Auch die Liste der Projekte, die ich unbedingt stricken muss, ist länger geworden.

Es sind aber auch potentielle Projekte von der Liste geflogen. Einige konnte ich nämlich mal live begutachten und anprobieren und habe dann entschieden, dass sie nichts für mich sind, weil der Schnitt oder Stil nicht zu mir passen.


Gestrickt habe ich zunächst den Vampyre, passend zu Halloween, war aber Zufall. Als Garn habe ich zum ersten Mal Garn vom WOLLkenSchaf verstrickt und zwar Merino Mix DK in der Farbe Ziegelstein. Fühlt sich toll an und die Farbe ist wirklich brilliant, aber da das Garn nicht ganz durchgefärbt ist, hat es trotzdem den schönen handgefärbten Charakter und wirkt lebendig.


Dabei habe ich zum ersten Mal selbst erfahren, wie sich das Garngewicht durch den Feuchtigkeitsgehalt im Garn verändert. Als ich die drei Stränge ausgepackt hatte, haben sie zusammen 321 Gramm gewogen und ich habe mich über die vermeintlich mehr Meter gefreut. Damit hätten die vorhandenen Meter für die Anleitung ausgereicht. 


Das Tuch wird ja quer gestrickt und vor dem mittleren, recht breiten Segment hatte ich nur noch 6 Gramm, das hätte nie und nimmer gereicht, um das Tuch gegengleich zu beenden. Also half es leider nur, noch mal 90 Gramm wieder aufzuziehen und kleinere Segmente zu stricken.  Zum Schluss hatte ich dann 5 Gramm übrig und das Tuch wiegt genau 300 Gramm. Das bedeutet, dass beim ersten Wiegen 16 Gramm Wasser drin waren, was gut nachvollziehbar ist, da das Garn noch schnell für mich gefärbt wurde.


Was lernen wir daraus? Garn nicht zu knapp kaufen :)

Freitag, 25. Oktober 2013

Beim nächsten Mal wird alles besser


Nachdem ich beim ersten Versuch die 3 wunderschönen Stränge Wollmeise Pure vom letzten Summersale zu verstricken nicht zufrieden war und sie kurzerhand wieder geribbelt habe, ihr erinnert Euch an diesen Blogeintrag, habe ich jetzt das passende Projekt gefunden: Laelia von Hanna Maciejewska.

Ich durfte wieder für sie teststricken und bin begeistert von der schönen Jacke. Die Konstruktion ist die gleiche wie bei Ink, diesmal mit einem Lochmuster statt Zöpfen. Begonnen wird mit einem provisorischen Anschlag für den Kragen, der dann zunächst in die eine und dann in die andere Richtung gestrickt wird und dann daraus Maschen für den Rücken aufgenommen werden und ab dann als Raglan in einem Stück nach unten gestrickt werden.

Nach der Abteilung der Maschen für die Ärmel kommen nach und nach weitere Mustersätze des Lochmusters dazu, die sich im Rücken, je nach Größe, mehr oder weniger nahe kommen und der Zwischenraum wird mit vertikalen Lochmusterstreifen gefüllt.

Auch die Ärmelabschlüsse bekommen passende Lochmusterelemente. Es hat viel Spaß gemacht, meine Jacke zu stricken und es ist nie langweilig geworden.

Aktuell bin ich bei einem weiteren Teststrick für Hanna. Eine weitere Strickjacke mit einem hübschen Lacemotiv auf dem Rücken. Lasst Euch im November überraschen, wenn die Anleitung raus kommt.

Montag, 21. Oktober 2013

Dänische Pompons


Nicht nur ich habe beim Strikkefestival in Fanø beim Stand von strikkebogen.dk zugeschlagen, sondern auch Kiki und Nina. Sie haben sich das Kit für Hæklet Pomponrør gekauft, Kiki in Brændtkarry und Nina in Magenta. Kiki hat auch gleich angefangen und hat ihren Cowl auch schon bis zur Heimkehr fertiggehäkelt.

Ich habe ja nicht so die große Erfahrung im Häkeln, aber ich habe mich auch dran getraut, nachdem mir Kiki ihre Anleitung vererbt hat und gezeigt hat, wie es denn geht.
Ich hatte noch passendes Garn im Stash und habe mich auch gleich dran gemacht. Und es hat riesig Spaß gemacht und ging wirklich schnell.

Am Anfang war ich doch sehr irriert, dass mein Cowl trotz vergleichbarer Garnstärke und verhäkelten Metern um einiges kürzer war als ihrer, aber meiner war auch um einiges plastischer.
Nach einem ausgiebigen Bad hat sich das aber gegeben und mein Cowl ist freiwillig 30cm länger geworden und passt jetzt auch zweimal um den Hals ohne Erstickungsanfälle auszulösen.

Noch ist er zu warm, aber wenns richtig kalt wird, bin ich froh ihn zu haben.

Samstag, 19. Oktober 2013

Fertig geswirlt


Es freut mich, dass ich einige von Euch durch meinen Blogeintrag animieren konnte, auch über einen Swirl nachzudenken. Ich konnte meinen am Freitag zum ersten Mal ausführen. Ich hatte ihn ja im September nur schnell angeschlagen und dann eingepackt und nach Fanø mitgenommen. Und konnte dort abends oder eher nachts kaum aufhören daran zu stricken. Soviel Spass hat mir das Stricken daran gemacht.

Ich bin dann auch schon mittwochs fertig gewesen, aber hatte dummerweise keine Stecknadeln zum Spannen eingepackt, ich Trottel. Aber als im sonntags wieder zuhause war, habe ich ihn dann gleich gewaschen und gespannt. Leider ließ sich der von mir zu eng abgekettete innere Rand nicht wesentlich länger spannen. Hätte ich doch lieber geribbelt, als ich es bei der Zwischenanprobe zur Kontrolle der Ärmellänge gemerkt hatte.

Etwas gefrustet lag er dann fast zwei Wochen bis ich mich aufraffen konnte, ihn endlich zusammenzunähen. Ich kann mit dem Ergebnis leben, aber perfekt ist er leider nicht.

Noch ein Tipp für Swirlstrickerinnen: Achtet bei Modellen aus 2 unterschiedlichen Garnen drauf, wo die Runde anfängt und der Fadenwechsel stattfindet. Bei den meisten Modellen ist das nämlich an der linken Schulter und das kann man vermeiden, wenn man vor Beginn der inneren Öffnung des Kreises/Ovals noch eine halbe Runde strickt, denn das sieht sonst nicht schön aus.

Mein Swirl ist ein echtes Leichtgewicht, nur 421 Gramm, aber ist kuschelig warm, perfekt für einen nasskalten Herbst.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Mit der App auf die Buchmesse

Zur Zeit ist wieder Buchmesse in Frankfurt und ich war gestern dort. Ich gehe schon seit meiner Schulzeit gerne dorthin und informiere mich, was es Neues gibt.

Für einige Bereiche nutze ich inzwischen auch ebooks, aber für andere will ich einfach nicht auf gedruckte Bücher verzichten.

Dieses Jahr habe ich mich mit der Buchmesse Frankfurt App vorbereitet und muss sagen, das ist eine tolle  Sache. Ich habe dort die für mich interessanten Verlage markiert, kann in der App zu jedem Verlag Notizen machen und mir auf dem Hallenplan anzeigen lassen, wo sich die Stände befinden. 
Ausserdem sind dort alle relevanten allgemeinen Infos zu finden und Termine für Veranstaltungen.

Mich haben vor allem Kochbücher, Reiseführer, Bücher über Design und allgemein über alle Varianten des Selbermachens interessiert. Der Wunschzettel für Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke hat sich gefüllt, auch auf die Gefahr hin, dass die Familie stöhnt, dass ich mir wieder Bücher wünsche.



100% dänisch

Wie ich in meinem letzten Post bereits geschrieben habe, sind mir beim Strikkefestival zwei Stände mit ihren Garnen und Designs besonders aufgefallen.

Der eine ist Englegarn aus Gentofte, in der Nähe von Kopenhagen. Dort habe ich eine quadratische Decke mit einem Stern in drei Grautönen gesehen und mich sofort in sie verguckt. Es ist ein traditionelles Muster, aber weil es nur ein großer Stern ist, trotzdem modern.

Und das Garn, Englegarn Merino, ist einfach ein Traum. Es hat 175 Meter auf 50 Gramm, erscheint aber um einiges dicker. Die empfohlene Nadelstärke ist 3,5 bis 4,5 mm, bei einer Maschenprobe von 20 Maschen und 31 Reihen aud 10cm x10cm. Das Garn ist superweich und enthält noch Lanolin. Gesponnen wird es nach Aussage des Herstellers in der ältesten Spinnerei Dänemarks.

Das Kit enthält 9 Stränge á 50 Gramm und die Decke ist 1m x 1m groß, also perfekt, um sie sich an kühlen Abenden auf den Schoß zu legen. Leider ist einiges an Näharbeit erforderlich, da die Rauten alle einzeln gestrickt werden. Damit ist es aber auch ein gutes Mitnahmeprojekt.

Das Design ist erst zwei Tage vor dem Strikkefestival fertig geworden und deshalb auch noch nicht auf der Homepage. Die Anleitung ist dänisch, aber mir wurde versprochen, dass ich die englische Übersetzung und noch eine Beschreibung bekomme, wie die Einzelteile am besten zusammengenäht werden.

Die zweite Entdeckung ist strikkebogen.dk aus Randers in Jytland. Die Firma der Strickdesignerin Trine Bertelsen bietet drei eigene Garnqualitäten an: Eine Pimabaumwolle, eine Lammwolle und eine Wolle in Superwaschqualität namens Yaku 4/16 mit 200 Metern auf 50 Gramm. Genau dieses hat es mir angetan, da es auch superweich ist und vom Griff nichts mit Superwaschgarnen bekannter deutscher Industriegarne gemein hat.

Ich habe mir ein Kit für ein großes dreieckiges Lochmustertuch aus 5 Knäuel Yaku 4/16 in einem wunderschönen Blutorangeton ausgesucht, das zum Schluss einen kleinen Häkelrand bekommt, durch den ein schmales Satinband durchgezogen werden soll/kann.

Ich werde also diesen oder nächsten Monat mal meine neuen Schätzchen anstricken und berichten.


Dienstag, 8. Oktober 2013

Fanø Strikkefestival



Jetzt bin ich schon wieder seit einer guten Woche zurück und habe noch nichts darüber geschrieben oder gezeigt, aber das hole ich gerne nach.

Das Festival erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Besuchern und Ausstellern. Dieses Jahr fand es zum vierten Mal statt und ich war zum dritten Mal dort. Ab nächstem Jahr soll es dann jährlich stattfinden. Es gab erstmalig einen dritten Ort mit Verkaufsständen und am Samstag, dem publikumsstärksten Tag, gab Schlangen mit Wartenzeiten vor den jeweiligen Lokationen.

Was mir vor allem gefällt, ist, dass die Stände zumeist dänische Garne anbieten, auf die man in Deutschland sonst nicht unbedingt aufmerksam wird. Klar gibt es auch Shetlandwolle und Norogarne und schon seit Jahren die Garne von Karen Noe und Isager, aber es ist eine gute Mischung.

Neu für mich waren Englegarn und strikkebogen.dk. Beide bieten Kits mit eigenen Anleitungen und ihren Garne an, ich konnte nicht widerstehen und habe mir 2 Kits gekauft, doch dazu morgen mehr.

Interessant war auch die Ausstellung der Designs aus Annette Danielsens neuem Buch Østen for solen und die Designs von Susie Haumann, einmal Schals in einem Booklet Around und zum anderen Oberteile in Grey Days. Die Designerin war mir bisher noch nicht bekannt, aber mir hat fast alles von ihren Entwürfen gut gefallen. Beide Designerinnen verwenden Isager Garne und es gibt die Bücher zunächst nur auf dänisch, aber man wächst schliesslich an seinen Herausforderungen ;-)

Bei den Verkaufsstände war für jeden Geschmack etwas dabei und wir 6 Mädels haben im Schnitt jede knapp 1,5kg Garn exportiert. Also nur das Nötigste...


Donnerstag, 3. Oktober 2013

Das Beste, das ein Apfel werden kann

Das hat angeblich mal die Frankfurter Volksschauspielerin Liesl Christ über das Hessische Nationalgetränk, den Apfelwein, gesagt.

Mittlerweile hat sich eine Frankfurter Großkelterei diesen Slogan zu eigen gemacht. Aber nicht nur in Frankfurt und Umgebung wird Apfelwein produziert. Bei unserem Besuch in Hamburg haben wir einen Cider im Supermarkt gefunden, der uns neugierig gemacht hat:

Er nennt sich elbler [flut], hat 5,0% vol. und kommt in einer 0,33l Einwegflasche daher.

Der Erzeuger schreibt über ihn auf dem Etikett:
"Starker Cider von der Elbe. Frischer, etwas trockener Geschmack. Komplett ohne Aromen und nur mit eigener Fruchtsüße. Pure Natur in der Flasche mit 100% Bio-Äpfeln aus dem Alten Land."

Für Jemanden, der traditionellen Apfelwein gewohnt ist, kommt er erst mal sehr fruchtig daher, fast wie ein Apfelsaft, aber das vergeht und ein schöner herber Geschmack bleibt. Die zugesetzte Kohlensäure, die ein traditioneller Apfelwein nicht hat, macht ihn angenehm frisch.

Uns hat er geschmeckt und wir haben noch ein paar Fläschen mit nach Hause genommen.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Recycling



Was hat das mit Ikebana zu tun? Gute Frage. 

Beim Brainstorming für Ideen für das Gemeinschaftsarrangement des Frankfurter Chapters von Ikebana International kamen wir unter anderem auf die Idee, eine Art Wüstenstadt mit hängenden Gärten passend zum Motto der IGS „In 80 Gärten um die Welt“ zu bauen.

Als Basis für die Gebäude sollten Tetrapacks dienen, die zum einen für Stabilität sorgen und zum anderen als wasserdichte Gefäße Wasser für die verwendeten Blumen halten sollten. Außerdem konnten sie statt gleich nach dem Austrinken in den Müll zu wandern, noch einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden.
An einem Samstag im Sommer trafen wir uns in großer Runde zur Vorbereitung und klebten fast schon im Akkord Gruppen von 2 und 3 Tetrapacks zusammen, auf der Unterseite mit Packpapier und Drumherum mit Wellpappe. Bei einem weiteren Treffen wurden diese dann zu einzelnen Gebäuden zusammengefügt. 7 dieser Gebäude, knapp 2 Meter hoch,  sind auf diese Art entstanden und wurden so nach Hamburg transportiert.
Dort erfolgte dann der Aufbau des Arrangements auf einem flachen Sandhügel von einer Größe von ca. 3 Meter mal 9 Meter. Die oberen noch offenen Tetrapacks wurden mit grünen Bartnelken und Moos gefüllt und die Gebäude mit Glyzienranken und wunderschönen Gloriosa umrankt.
Was zum Schluss recht schlicht aussieht, hat einen enormen Arbeitseinsatz aller Beteiligten erfordert, aber das Ergebnis ist es dann doch wieder wert.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Stay Awhile

Stay Awhile ist die logische Verlängerung der Knit Night, also ein Projekt, wenn‘s mal wieder länger dauern darf. Es ist auch von Louise Zass-Bangham und hat wieder Picots am Reihenanfang, hat aber eine ungewöhnliche Konstruktion, die es ermöglicht, eine rechteckige Stola durch das Muster diagonal zu teilen.

Auch diese Stola durfte ich teststricken. Was mir besonders gefällt, ist, dass sie auf beiden Seiten gleich aussieht, man also beim Tragen nicht immer akribisch darauf achten muss, wo die schöne und wo die weniger schöne Seite ist. Die Streifen in zwei Farben vermischen sich auf der glatt linken Seite wunderschön. Das Garn hatte ich noch im Stash, auch schon ein paar Jahre, noch aus meiner Sockenstrickzeit. Es ist Old Maiden Aunt 4ply mit Cashmere, ein weicher Traum in sanft changierenden Farben.
Die Stola hat ungespannt eine leichte Parallelogrammform. Ich habe sie jedoch auf ein 1,90m x 45cm großes Rechteck gespannt. Auch hier ist in der Anleitung eine beperlte Version beschrieben, aber wer mich kennt, weiß, dass das nicht mein Ding ist.
Meine Stola ist der perfekte Begleiter für den jetzt wirklich beginnenden Herbst.

Montag, 30. September 2013

Knit Night


Dabei geht es nicht um ein Stricktreffen, sondern um eine Anleitung für ein Tuch, das so einfach ist, dass man es während eines Stricktreffens stricken kann und bei dem man sich trotzdem noch unterhalten kann.

Die Anleitung ist von Louise Zass-Bangham und ich durfte sie teststricken. Eigentlich war es die Katze im Sack, denn als ich zugesagt hatte, für sie Testzustricken, wusste ich nicht wirklich, was auf mich zukommt. Als ich dann die Anleitung hatte, noch ohne Foto, da die Designerin die Anleitung selbst noch nicht fertig gestrickt hatte, war ich zunächst enttäuscht.

Ein einfaches flaches Dreieckstuch in kraus rechts mit kleinen Picots am Reihenanfang. Aber ich hatte kurz vorher einen einsamen Multicolorstrang in Sockengarnstärke in der Hand, schon gut abgelagert, aber nie das passende Projekt für ihn gefunden, und wusste auf einmal, jetzt war seine Zeit gekommen. 
Ich habe dann statt vor der Abschlusskante eine Reihe Löcher zu stricken, diese weggelassen und stattdessen einen Picotabschluss gewählt. Mein Tuch ist 2,16m lang und 28cm tief geworden und lässt sich gut um den Hals wickeln oder locker als Accessoire drapieren.
Louise hat ihre Anleitung, die schon die Option beinhaltete Perlen einzustricken, um die Variante mit dem Picotabschluss erweitert. Das Tuch lässt sich auch gut in anderen Garnstärken stricken.
Also Ende gut, alles gut.

Sonntag, 29. September 2013

Neulich in Hamburg


Ende August waren wir nach ein paar Jahren mal wieder in Hamburg. Ich weiß auch nicht woher das kommt, aber ich fühle mich jedes Mal dort wie zu Hause. 
Vielleicht liegt es daran, dass wir meist in dem Bereich Schanze und Eimsbüttel wohnen, dort ist alles recht unkonventionell und es ist eine gute Mischung aus alternativem Leben und Internationalität, einfach urban. Nette kleine Läden für Klamotten und Schnickes, Kneipen, Cafés, Obst- und Gemüsehändler, Bäcker, ein toller Metzger, einfach alles da, was das Herz begehrt.
Dieses Jahr hatten wir für eine Woche eine Ferienwohnung in der Lindenallee. Anlass unseres Besuchs war die Ikebanaausstellung des Ikebana Bundesverbandes auf der IGS in Wilhelmburg. Von der IGS selbst war ich ein wenig enttäuscht, vielleicht bin ich auch von früheren BUGAs verwöhnt, aber insgeheim vergleicht man doch.
Ich habe mit zwei Ikebanafreundinnen gemeinsam ein Arrangement mit dem Thema „… wo der Pfeffer wächst“ aufgebaut. Damit wollten wir einerseits Hamburg mit seinem Hafen als Umschlagplatz für Gewürze, hier rosanes Pfeffer, und dem im Arrangement verwendeten Kelp (Algen) die Lage als Tor der Welt zum Meer aufgreifen. Als weiteres Material diente roter und grüner Amaranth, den wir morgens frisch auf dem Hamburger Großmarkt gekauft hatten.
Neben unserem modernen Arrangement der Sogetsuschule, waren auch klassische Arrangement der Ikenoboschule, Saga Goryu Schule, Oharaschule zu sehen sowie für die meisten Besucher ungewöhnliche Arrangements der StuttgarterSchule.
So eine Ausstellung zu planen und durchzuführen ist immer eine Menge Arbeit, aber macht immer wieder Spaß.