Sonntag, 30. November 2014

Berlin Mitte DK Collection - das eBook



Und so geht die Geschichte von Berlin Mitte weiter:
Das nächste Design war dann die Mütze. Da ich mich nicht für eine Form entscheiden konnte, habe ich gleich 3 Formen entworfen – Beret, Beanie und Slouchy Hat, je in zwei Größen. Das ursprüngliche Design  war aus Malabrigo Sock Garn gestrickt wegen des MFPP, aber diesmal wählte ich Wollmeise Merino DK,  weil sie weich ist und die Strickstücke daraus warm halten. Eine Herausforderung waren für mich die Handschuhe. Ich erkannte, dass die Rückseite der Hand beinahe ein Fünfeck bildet und habe mir in den Kopf gesetzt, passende Handschuhe zu entwerfen. Ich startete wieder mit dem Fünfeck und entwickelte während des Strickens zwei Formen – Fäustlinge und fingerlose Handschuhe. Jetzt wollte ich dazu auch noch ein warmes Tuch, also machte ich kleine Änderungen an  der Originalanleitung und schrieb sie für DK Garn um. Ich war mit dem Ergebnis zufrieden und dachte, damit ist meine Sammlung komplett.

Aber dann habe ich noch versucht, kleine Sterne zu stricken, wieder beginnend mit dem Fünfeck und dann  fünf  Zacken, die in Hin- und Rückreihen gestrickt werden und einen I-Cord-Rand haben. Ich habe dazu die Reste, die bei den anderen Strickstücken übrig blieben und das kleine Nadelspiel verwendet, mit dem ich zuvor die Handschuhe gestrickt hatte. Ich habe je 4 Sterne in zwei  Größen im Zug auf dem Weg zu unserem nächsten Stricktreffen im Gutshaus Linstow gestrickt. Dort habe ich sie dann an einer rustikalen Kordel befestigt und habe nun eine nette Winter- und Weihnachtdekoration.

Wir hatten ein nettes Fotoshooting in Linsstow im und um das Gutshaus, wo meine Freundinnen Steffi und Regina mit mir gemodelt haben und meine Freundin Christiane die schönen Fotos für dieses eBook gemacht hat.

Und so schließt sich der Kreis meiner Geschichte.

Das eBook ist hier bei Ravelry in englisch und deutsch für 9,50€ erhältlich, es beinhaltet 7 Anleitungen: Das große Tuch, die Beanie, das Beret und den Slouchy Hat, die Fäustlinge und die fingerlosen Handschuhe sowie die Sternengirlande.

Die 3 Mützen gibt es hier bei Ravelry in englisch und deutsch für 4€ auch als Einzelanleitung, genauso wie hier die 2 Handschuhformen.

Donnerstag, 27. November 2014

Von der Idee zum Strickdesign


Copyright des Kartenausschnittes: Landesarchiv Berlin

Ich habe bereits 2009 begonnen, Sockenanleitungen zu schreiben und auf Ravelry zu veröffentlichen. Zu Anfang habe ich sie als kostenlose Anleitungen angeboten, später kamen ein paar dazu, die ich zum Kaufen eingestellt habe. Ich habe auch für einige Accessoires wie Berets, Mitts, Legwarmer und zwei Charts, die entworfen und gestrickt hatte, aufgeschrieben und veröffentlicht, auch diese zumeist kostenlos.
Dann kam eine längere Pause bis sich bei unserem halbjährlichen Stricktreffen im Gutshaus Linstow im März 2014 eine neue Gelegenheit ergab. Meine  Freundinnen von Yarn over Berlin, Marion und Steffi, planten ein eBook im Rahmen des MFPP (Malabrigo Freelance Pattern Project) zu veröffentlichen. Darin sollten rote Tücher, Schals, Cowls,  Mützen – also alles, das man auf den Kopf setzen oder um den Hals wickeln kann, enthalten sein. Sie fragten mich, ob ich Interesse hätte, ein Design für diese eBook zu entwerfen. Jedes Design sollte im Zusammenhang mit einem Bezirk oder einem bekannten Ort in Berlin stehen, aus einem Malabrigo Garn  gestrickt  und Rot sein. 
Nach Hause zurückgekehrt, suchte ich nach alten Karten von Berlin und fand eine Karte aus dem Jahre 1888, die das Gebiet um den Potsdamer Platz zeigt. Ich erkannte, das dort 5 Straßen zusammenlaufen: Leipziger Straße, Stresemannstraße, Alte Potsdamer Straße, Bellevuestraße und Ebertstraße. Als die Linien dieser fünf Straßen im gleichen Abstand vom Mittelpunkt verband, erhielt ich ein Fünfeck.  Zu dieser Zeit wusste ich, dass ein Fünfeck das Hauptelement meines Designs wird. 
Ich nahm meine mathematische Formelsammlung, schlug die Geometrieseiten auf und konstruierte ein Fünfeck mit Bleistift und Zirkel auf Karopapier.  Dann verlängerte ich die Linie der Unterkante rechts und links und auch beiden Linien, die die Spitze des Fünfecks bilden, bis sie die horizontale Linie schnitten. Nun hatte ich ein Fünfeck in der Mitte, zwei Dreiecke rechts und links davon und auch die gesamte Form bildete ein Dreieck - Das war die perfekte Form für ein Tuch. Nach einigen Berechnungen erkannte ich, dass die Fläche der beiden Dreiecke und des Fünfecks fast identisch war.
Dann musste ich diese Informationen in einem Strickmuster umsetzen. Ich begann in der Mitte des Fünfecks, setzte fünf Markierer und nahm Maschen entlang dieser Markierer zu bis fast das  halbe Knäuel meines Garns verstrickt hatte. Ich strickte in einem 2-rechts-2-links-Muster, um ein reversibles Tuch zu erhalten. Dann kettete ich die Maschen an drei Seiten ab und strickte an den verbleibenden Seiten Dreiecke in Hin- und Rückreihen, die hübsche Rauten bildeten, und ich hatte nur 4 Fäden zu vernähen, tschakka – BERLIN MITTE war fertig!

Die Anleitung wurde in dem eBook Berlin – Wrapped in Red und als Einzelanleitung veröffentlicht.
Das eBook, das insgesamt 10 Anleitungen enthält, gibt es nur auf englisch und ist hier über Ravelry zu kaufen.
Meine Anleitung gibt es als auch als Einzelanleitung in deutsch und englisch und kann hier über Ravelry für 4€ gekauft werden.
Aber die Idee des Fünfecks blieb weiter in meinem Kopf. Im Herbst 2014 habe ich mich dann endlich daran gemacht, die Gedanken in Taten umzusetzen und weitere Designs zu entwerfen, diesmal aber aus dickerem Garn für kalte Tage. Doch davon mehr in den nächsten Tagen.

Mittwoch, 12. November 2014

Sommerpostnachzügler und erste Herbstmalessen


Kaum hat der Herbst begonnen schlage ich mich mit einer Infektion nach der anderen rum, aber reden wir lieber von etwas Schönerem.

Vor drei Wochen kam noch das letzte Sommerbuch an, vielen Dank liebe Anke. Ein fadengebundenes Buch mit selbstgemaltem sommerlichen Motiv.

Es geht ja inzwischen schon los mit der Adventspost, aber da setzte ich mal aus. Ich komme so schon nur verzögert meinen Plänen und Ideen hinterher.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Abschluss der Sommerbuchaktion


Vor zwei Wochen ist das letzte Sommerbuch der Sommer Mail Art 14 Aktion angekommen. Ein feines 10 Seiten umfassendes handgenähtes Ideenbuch im A5 Format. Vielen Dank, liebe Ingrid.

Leider ist das Buch von Anke, das im August verschickt werden sollte, nicht bei mir angekommen, sehr schade.

Vielen Dank an Meike für die Organisation dieser tollen Aktion.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Herbst - Zeit, um wieder Bratapfelkonfitüre zu kochen


Das Rezept habe ich vor ein paar Jahren in einer Fernsehzeitschrift gefunden und ein wenig abgewandelt. Es ist so lecker, dass es sofort ins Standardkonfitürenkochprogramm aufgenommen wurde.

Und so wird es gemacht:

Für 4 Gläser: 100g Mandeln ohne Fett in der Pfanne rösten, beiseite stellen. 500g Äpfel schälen, vierteln, entkernen, Äpfel würfeln. Mit 400ml Apfelsaft, 100g Cranberries und 500g Gelierzucker 2:1 aufkochen, 5 bis 10 Minuten köcheln. 
Mandeln grob hacken. Das Mark einer Vanilleschote herauskratzen. Schote vierteln. Alles kurz mitkochen. Sofort in heiß ausgefüllte Gläser mit Schraubverschluss füllen und diese fest verschließen. Umdrehen und ungefähr 5 Minuten auf dem Kopf stehen lassen.

Schmeckt nicht nur auf Brötchen zum Frühstück, sondern auch auf einem Stück Hefezopf oder Brioche zum Nachmittagskaffee oder -tee.

Sonntag, 28. September 2014

The Making of ...

... Sommer Mail Art 14 Bücher. 


Ich hoffe, inzwischen sind alle Bücher sicher bei ihren Empfängern angekommen. Von Zweien habe ich die Rückmeldung schon am Tag nach dem Versenden bekommen, da hat sich die Post mal wirklich beeilt.

So, und nun der versprochene Bericht. Ich muss zu meiner Schade gestehen, dass ich während des Gestaltungsprozesses das primäre Ziel der Aktion, das Buchbinden, aus den Augen verloren habe und mich nur dem sekundären Ziel, ein Sommerbuch mit 12cm Höhe zu gestalten gewidmet habe.

Ich habe als Basis ein Skizzenbuch aus schönem starken Papier und einem Graupappedeckel verwendet. Dazu kamen dann ein alter englischer Atlas im Großformat, hellblaues Papier und Satinband. Zunächst habe ich aus dem Atlas passende Seiten ausgewählt und mit dem Skalpell vorsichtig herausgeschnitten. Dann habe ich mir aus fester Pappe eine Schablone gemacht und die Teile für Vorder- und Rückseite mit einem Bleistift markiert und mit dem Skalpell ausgeschnitten.

Dann habe ich erst die Aussenseite der Bücher mit einem Pinsel und Bastelkleber flächig eingestrichen, das Landkartenpapier aufgelegt und mit einer Gummiwalze angedrückt, damit sich keine Luftblasen bilden. Nachdem ich beide Seite beklebt hatte, habe ich sie mit Lexikabänden beschwert trocknen lassen. 

In der Zwischenzeit habe ich mit meiner kleinen Papierschneidemaschine das hellblaue Papier für die Innenseiten zugeschnitten. Nachdem die Bücher vollständig getrocknet waren, habe ich die Innenseiten mit Kleber bestrichen und das Landkartenpapier nach innen umgeklappt und mit der Walze festgerollt. Dann das Gleiche mit dem hellblauen Papier auf der Innenseite.


Bei der Innenseite des Rückendeckels habe ich zwischen Landkartenpapier und hellblauem Papier noch ein Satinband als Lesezeichen eingeklebt. Sie hat außerdem eine kleine Einstecktasche bekommen, die ich Seiten des Ortsverzeichnisses des Atlas zugeschnitten, gefaltet und geklebt hatte. Dann war wieder Trockenen unter den Lexikabänden angesagt, diesmal über Nacht.

Das erste Blatt des Buches hat noch passend zum Reiseziel eine Briefmarke bekommen, die ich entsprechend vergrößert auch als Kartenmotiv für die Karten verwendet habe.

Hier noch alle Bücher mit den Karten auf einen Blick. Die Reiseziele sind New York, Neuseeland, die Phillipinen, Amerika, Cuba und Japan. Ich hoffe, die Empfänger haben sich ein wenig darüber gefreut, mir hat es jedenfalls viel Spaß gemacht.


Mittwoch, 24. September 2014

Schlaf, Kindlein, schlaf


In meinem Freundeskreis gab es im Mai und August Nachwuchs. Ich mag mittlerweile keine Babyjäckchen mehr stricken und war deshalb auf der Suche nach einem alternativen Geschenk. Und ich wurde fündig, ein Mobileé sollte es werden. Das hat den Vorteil, dass es gleich nach der Geburt zum Einsatz kommen kann und und länger Freude bereiten kann, als ein Kleidungstück, aus dem das Baby doch meist schnell rauswächst.

Ich habe noch meine Freundin Nina überzeugen können, mit in das Projekt einzusteigen und wir haben uns das Sleepy Owl Mobile ausgesucht. Das ist leider gehäkelt, aber man wächst an seinen Aufgaben und Nina hat auch entsprechende Erfahrung. Und ich bin froh, dass wir das gemeinsam gemacht haben, es war doch mehr Aufwand, als zunächst gedacht. 

Wir hatten bei unserem Frühlingstreffen in Linstow auch noch tatkräftige Unterstützung von unseren Freundinnen Gisela und Julie und das Ergebnis entschädigt für alles. Jede Eule ist etwas unterschiedlich geworden und hat somit Ihren eigenen Charakter.

Die Mobileés sind mittlerweile im Einsatz und werden begeistert angenommen.